Karla Kolumna
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Fotos
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   Himmelfahrtsblog
   McNilsson
   Auswanderalex
   ÖPNV im Pott

http://myblog.de/karla-kolumna

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Alice Springs Teil II - Uluru alias Ayers Rock

Wie bereits geschrieben saß ich bis zur Haelfte unseres stays in Alice den ganzen Tag in meinem unteren Bett und habe nur Diplomarbeit geschrieben und Carina lag am Pool und hat sich gelangweilt. Bzw. hat sie mich rund um die Uhr mit Essen versorgt.

Alice Springs liegt im Nothern Territory und hat somit eine Mehrheit von Aboriginees als Einwohner. Diese netten Menschen (das ist Ernst) haben es nicht leicht in den Städten. Vor allem nicht, wenn sie arbeitslos sind. Wir haben nur eine eher schlechte Erfahrung gemacht: Körpergeruch in synthetischen Klamotten. Uhhh, nicht gut.

Da wir mit Abstand am Längsten in unserem Backpackers waren, hatten wir im Laufe der Zeit auch viele Roommates (Zimmergenossinnen). Manche davon wirklich merkwürdig, einige aber auch super nett. So zum Beispiel zwei Mädels aus Hamburg: Kadda und Lena (liebe Grüße an euch!!!). Die beiden hatten Australien schon um einiges unsicherer gemacht, als wir sie trafen und sind auch immer noch unterwegs. -> Erzählt mal wo ihr seid und wie's euch geht!
Mit den beiden haben wir in der Mittagssonne eine der (wenigen) Sehenswürdigkeiten Alice Springs angeschaut – den Anzac Hill.

Alice Springs ist schon sehr besonders. Die ganze Stadt ist voller Fliegen, die alle nur ein Ziel haben: in deinen Körper eindringen. Dafür nutzen sie Augen, Ohren, Nasen oder Mund. Auf Grund dieser Tatsache statteten wir uns mit Fliegennetzen aus.

Die meisten Touristen kommen nur für eine Übernachtung auf dem Weg zum oder vom Uluru (alias Ayers Rock). Wir haben ganze neun Tage dort verbracht. Allerdings mit einer dreitägigen Unterbrechung. Diese Unterbrechung war das Outbackhighlight:

Erster Tag:
Morgens um fünf hieß es „Raus aus den Betten“ und fertig machen zur Abreise. Nach einem dürftigen Frühstück (so wie jeden Alicetag) ging es mit zwei Bussen á 22 Personen in Richtung Uluru National Park. Der erste Stop war auf einer Renncamelfarm, wobei jedoch keiner von uns die Möglichkeit eines arg kurzen Ritts wahr genommen hat. Nach weiteren langen Stunden „on the road“ trafen wir auf unser erstes Känguruh. Leider war es - wie ihr vermuten werdet – tot auf der Straße.
Zusammen mit zwei deutschen Mädels (Schwestern; endlich mal in unserem Alter) aus Krefeld haben wir unseren Bus von der Räuberbank aus unterhalten.
Gegen 13 Uhr waren wir an unserem ersten richtigen Ziel: Kings Canyon. Bei 38 °C (eigentlich darf der Weg nur bis 36° begangen werden) wanderten wir los. Dreieinhalb Stunden insgesamt, bergauf und -ab durch die brüllende Hitze. Zwischendurch gab's einen Stop an einem Waterhole zum Baden. Ich glaube, dass ich die einzige war, die es schaffte sich den Fuß in diesem glipschigen runtgelutschten Ding aufzuschraben, natürlich inklusive blutiger Wunde (natürlich, natürlich).
Am Abend hatten sowohl Carina, als auch Sandra (die ältere der beiden Schwestern) Kopfschmerzen. War wohl doch etwas viel Sonne bzw. viel Wandern darunter.
Nach einem Stop am Mt. Connor (?Schreibweise) Outlook und einem weiteren beim Bottle Shop (180 Dosen Bier!!!) fuhren wir auf eine so called Kuhweide. Roter Sand, unterbrochen durch einige stachelige unterknie hohe Büsche.
Neben einem Container in dem unsere Swags (Biwaksäcke mit Isomatte – sehr australisch!) gelagert wurden gab es dort nüscht. Einige sammelten Holz, die anderen bereiteten das Essen vor, Carina und ich beluden den Eksi (riesige Kühbox – ebenfalls sehr australisch) mit der ersten Ladung Bier und natürlich vieeeel Eis.
Der Sternenhimmel war gigantisch. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viele Sterne auf einmal gesehen. Die komplette Milchstraße (der südlichen Hemisphere) inklusive Kreuz des Südens (SEEEEHR australisch) breitete sich vor uns aus.
Die Swags wurden in einem großen Kreis um das Lagerfeuer ausgerollt und wir bekamen „Chilli con Camel“ als wohlverdientes Abendessen. Zwei Dosen Bier später war die Hälfte unserer Mitreisenden schon am Schlafen. Carina und ich leider nicht. Wir waren mehr in einem Dösezustand, als auf einmal ein Auto auf uns zugebraust kam. Ich bekam Party – äh Angst. (Huch, ich bin wohl etwas angeheitert)
Also, nichtsdestotrotz kam ein Auto und ich bekam Panik, denn es kam direkt auf unseren Kreis der Schlafenden zu. Ebenso ging es wohl unserer Tourguide, denn sie kam aus dem Bus gesprungen (keine Anhnung, warum die beiden nicht wie wir draußen schliefen – vielleicht wegen der gefährlichen Tiere?) und hielt es auf.
Es waren zwei Typen aus der Gegend, bzw. von der Station (große Farm), der die Weide gehört. Sie waren überrascht, dass keine Party am Gange war, schließlich hätten wir doch ohne Ende Bier gekauft. Dann erzählten sie, dass sie just eine Schlang töten mussten, da einer von ihnen auf dem Weg zur Bar fast drauf getreten sei. Keiner von uns hat es so richtig geglaubt. Vor allem aus Selbstschutzgründen, denn die genannte Bar (mit genanntem Bottleshop) bei einem Roadhouse befand sich keinen Kilometer von uns entfernt. Nachdem Neisha, die weibliche unserer Tourguides die Jungs erst davon abgehalten hatte die vorderen Leute über den Haufen zu fahren und dann auch wieder von dannen zu ziehen, schliefen wir eher unberuhigt ein, denn laut Aussage der Jungs war es die zweit giftigtse Schlange Australiens – die brown snake
Nur ca. eine halbe Stunde später kam erneut ein Auto angebraust. --> nur zur Erinnerung: wir waren außerhalb jeglicher Zivilisation auf einer Kuhweide im Outback; nächste menschliche Siedlung ca. 800 km entfernt. Außer des Roadhouses also NIX.
Es waren wieder die Jungs (an dieser Steller sei gesagt, sie waren beide bereits um die 32 Jahre alt). Nun hatten sie uns die Schlange mitgebracht, die sie zuvor töteten. Wir hatten anscheinend
eher ungläubig gewirkt, deshalb seien sie damit wieder gekommen.
Ich bin aus meinem Swag geklettert und musste mir das Mopped erstmal in Ruhe anschauen. Unser mitreisender kleiner Italienier war der erste, der dastand und ein Foto haben wollte. „Crazy man, what-e is-se your-e name-e?“. Als die Jungs wieder weg waren fragten unsere Tourguides, ob denn nun jemand Angst vor Schlangen hätte. Von denjenigen die wach waren (der Großteil hatte diese Aktion verschlafen) hatten wohl alle ein ungutes Gefühl, aber nur unsere Irinnen meldeten sich. Diesmal konnten die Tourguides uns noch weniger beruhigen.

Zweiter Tag:
Die Nacht endete nach wenig Schlaf wieder um fünf Uhr. Luke, der zweite Tourguide heizte das Feuer an, damit es hell wurde. Wir rollten unsere Swags zusammen und verluden sie auf dem Anhänger unseren Busses. Dann ging es weiter zu einem ersten Lookout mit Blick auf den Uluru. Dort gab es nach einigen Fotos Frühstück. Carina und ich hatten derweil einen Meetingplace der Tiere entdeckt mit Spuren von mindestens acht verschiedenen Lebewesen.

Danach gings zum Kata Tjuta, den sogenannten Olgas. Diese Felsformation sieht aus der Ferne aus wie eine Elefantenfamilie. Von Nahem sind es ca. 32 riesige Steinkugeln. Auch hier stand wieder eine Wanderung an, wieder ca. drei Stunden, wieder brüllende Hitze. Eigentlich war der Weg auch bereits gesperrt, was unsere Tourguides aber nicht störte. Neisha ist den Weg sogar in Flipflops gegangen. Carina und ich schwörten erneut auf unsere Wanderstiefel! Im Anschluss konnten wir im Resort endlich duschen (das einzige Mal auf der ganzen Tour).
Am Abend haben wir den Sonnenuntergang am Lookout mit Blick auf den Uluru genossen und dabei ein wunderbares Curry mit Reis gehabt (frisch gekocht von unseren Tourguides). Nachdem die Sonne verschwunden war sind wir zurück ins Resort (einzige Übernachtungsmöglichkeit, riesige Ferienanlage mit Hotels, Appartments und Campingplatz, Uluru National Park), haben aber auf Grund unserer doppelten Gruppensärke (Zwei Busse á 22 Personen) keinen Campingplatz gefunden. Deshalb sind wir auf in den Bush, um erneut eine Nacht im Outback zu verbringen.
Da unser Bus den Anhänger mit den „Gepäck“ (Schlafsäcke und Waschsachen), sowie dem Essen hinten dran hatte, wurde kurzer Hand beschlossen uns in der Pampa stehen zu lassen, und mit dem anderen die Gegend nach einer geeigneten Stelle abzusuchen. Als nach einer halben Stunde die Lichter wieder auftauchten, aber nicht näher kamen, späßelten wir rum, dass er wohlmöglich stecken geblieben sei. Leider war es GENAU so. Also ist die Hälfte unserer Busbesatzung hin, um schieben zu helfen. Das ganze Unterfangen hat eineinhalb Stunden gedauert, denn der Bus stand quer zum Weg im losen Sand.
Auch der zweite Tag endete mit Dosen Bier, Lagerfeuer und Sternenhimmel.

Dritter Tag:
Diesmal wurden wir bereits um viertel fünf (4:15 Uhr) aus den Swags gescheucht, damit wir den Sonnenaufgang am Uluru Lookout genießen konnten.
Anschließend fuhren wir den restlichen Weg zum Uluru, um zwei Stunden drumherum zu wandern. Ich muss sagen, dass dies für mich anstrengender war, als die Wanderungen zuvor. Flache Strecken sind für Wanderstiefel nichts.

Um zehn Uhr morgens machten wir uns auf den langen Rückweg nach Alice Springs. Zwischendurch gab es einen letzten Stop bei dem wir die Swags für die nächste Gruppe beim Container abluden und BBQ beim Roadhouse hatten. Als die Jungs vom verladen wirderkamen, berichteten sie von einem Redback im Container. --> Redbacks sind äußerst giftige Spinnen, ohne Gegengift siehts nach einem Biss schlecht aus. Keiner von uns hatte seinen Swag vor der ersten Benutzung nach solchen Geviech abgesucht!!!
Wir hatten in drei Tagen eine Strecke zurückgelegt, die so lang ist wie von der Süd- bis zur Nordspitze Großbritaniens!
Gegen sechs Uhr erreichten wir in Alice Springs Anni's Place (unseren Backpackers) und hüpften erstmal in den Pool.



Die letzten Tage in Alice verbrachten wir mit Sehenswürdigkeiten. Wie bereits erwähnt gibt es nicht wirklich viele, weshalb wir sie uns gut einteilten. Zusammen mit Petra, einer in Deutschland aufgewachsenen Tschechin schauten wir uns die Station des Royal Flying Doctor Service an.
Auf dem Rückweg wollte ich eigentlich in das Reptilien Center. Als wir nach dem Preis fragen wollten kam ein Mädel um die 18 in den Vorraum mit einer kleinen Schlange auf dem Arm. Ich wollte sie nur anfassen, da hatte ich sie auch schon um den Hals gelegt bekommen. Das war super – weich und kringelig. Ich hätte sie auch ohne weiteres mitgenommen. Allerdings wird der kleine Würger dann doch ca. 8 Meter lang. Nicht gut.

Mit zwei neuen netten Roommates, Wiebke und Nora aus Berlin und Hamburg (viele Gruesse, hoiffentlichg sehen wir uns in Cairns!!!) besuchten wir am nächsten Tag die School of the Air. In dieser Schule sitzen nur Lehrer an Funkgeräten und vor allem Computern, um ihre Schüler in einem Umkreis von über 500 km zu unterrichten. Wir hatten Glück und konnten dabei zuschauen/hören. Sehr interessant.
27.3.08 07:20
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung