Karla Kolumna
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Bericht IX, 01.03.

How's it going?

Erst einmal Entwarnung: Mir ging es nach dem Anfall in der Apotheke und dem darauffolgenden Antihistaminikum + Antibiotika + Cortisonsalbe und einem Tag Pause schon wieder gut.


Carina hört Helge Schneider: "Liebe Gemeinde, einde, einde!"


Motto der Woche, bzw. eigentlich des ganzen Urlaubs: Man braucht Chaos, um Ordnung zu haben. (C. Wisse, 27.02.2008, Glenelg).
Dieses Mal haben wir genau 4 Stunden gebraucht, um das Zimmer in Besitz zu nehmen, und somit auch in Chaos zu legen. Aber unsere gestrigen Mitbewohnerinnen haben es uns gleichgetan (wenn nicht sogar noch besser).

Am Donnerstag Morgen haben wir uns aufgemacht, um nach Adelaide zu fliegen.
Als wir in Glenelg an der Bushaltestelle aufstehen wollten, ist Carina erstmal aus dem Sitz in die Oberkörpervorlage samt Trekkingrucksack geraten und ratsch – mit allem Gewicht nach vorn auf die Knie gedonnert. Die Jeans hat leider nachgegeben, aber die Haut hat Stand gehalten. Weh getan hat's wohl auch nicht arg. Nur aufstehen konnte sie allein aus dieser Haltung nicht so ganz. Wir müssen grad schon wieder drüber lachen.



Fortsetzung der Pechsträhne:
Am Flughafen von Adelaide wollten wir eine Entschädigung für unsere drei gepäcklosen Tage haben. Am Serviceschalter oben wurde uns gesagt, dass wir nach unten müssten. Unten haben sie uns ein Formular ausgefüllt, mit dem wir oben pro Person 100 A$ bekommen sollten. Ähja, sollten. Denn als wir oben am Schalter anstanden, war es bereits so spät, dass wir zum Gate gehen sollten. Also meinte die Schalterfrau (oben), wir könnten uns das Geld auch in Alice Springs am Flughafen aushändigen lassen. Na gut, dachten wir und sind zum Gate gejoggt. Der Flug war ganz nett und unser Gepäck war tatsächlich auch in Alice Springs, als wir ankamen!!!


Am Servicedesk erhielten wir dann erst die Nachricht, dass sie leider kein Geld da hätten und gleich darauf die tolle Nachricht, dass wir ja außerdem längst ausgezahlt worden seien. Aha!
Ihr glaubt es nicht, aber wir haben später im Backpacker's (Anni's Place) über eine Stunde über die Servicehotline erst mit dem Flughafen Alice Springs, dann mit Adelaide und letztendlich mit Melbourne telefoniert. Die meiste Zeit davon hingen wir allerdings in der Warteschleife.
Dann teilte man uns mit, dass sie versuchen werden, diesen Fehler rückgängig zu machen und uns dann anrufen würden.
Stand der Dinge ist nun, dass wir das Geld am 11. März ausgehändigt bekommen werden, wenn wir nach Melbourne weiterfliegen.

Wir werden sehen!

Das Hostel hier ist styletechnisch das beste. Außerdem gibt es einen Pool im Innenhof. Aber bisher war noch keine von uns beiden drin.
Am Donnerstag Abend sind wir zum Kangaroofeeding mit gefahren. Wir haben tatsächlich „wilde“ Wallabies mit diet pellets gefüttert. Damit sie auch nicht fett werden, wie die Touristen die sie füttern ;-).




Apropos dick werden. Meine T-Shirts reichen nicht mehr über meinen Bauch. Dies liegt entweder an dem vielen Weissbrot, dass wir hier zum Frühstück bekommen, oder aber doch an dem Trockner in Glenelg, der die Wäsche gekocht hat, um sie zu trocknen. Jetzt hat Carina ein paar Shirts mehr und ich weniger (wenn das mal nicht ihre Absicht gewesen ist, als sie den Trockner bediente :-). Die Wäsche war zwei Stunden, nachdem wir sie rausgeholt hatten immer noch warm.


Wir haben unsere ersten Begegnungen mit den Ureinwohnern hinter uns gebracht. Leider waren diese mit nicht allzu guten Düften verbunden. Ansonsten waren die meisten von ihnen zwar betrunken, aber immerhin doch freundlich. So freundlich man beim Schnorren halt ist.

Thema Alkohol: der ist hier arg teuer. Eine Dose Bier (375 ml) kostet umgerechnet 1,60 €. Außerdem gibt es Alkohol nur im Liquorstore. Diesen gibt es jedoch auch als Drive-Inn. Carina ist vor ein paar Tagen zu Fuß durch gelaufen. Hat aber trotzdem ihr Bier bekommen.
Hier in Alice steht draußen an der Tür: „No shoes, no entry!“ Das ist wie „keine Arme, keine Kekse“, unglaublich.
Vorgestern Abend hatten wir uns zwei Flaschen Wein gekauft und die eine Abends dreiviertel ausgetrunken. Den restlichen Wein hatten wir über Nacht in unserer markierten Tasche im Kühlschrank stehen. Gestern morgen lagen dann statt des Weins 9 A$ in der Tasche. Immerhin haben sie es nicht einfach so rausgenommen, sondern adäquates Geld dafür rein gelegt (auch Wein ist hier arg teuer).


Meine Pusteln lassen nach, werden hier in Alice Springs aber von Mückenstichen abgelöst. Auch nicht besser. Das Mädel von der Rezeption hat eben erzählt, dass es hier eigentlich so gut wie überhaupt keine Mossis (Mosquitos) gibt. Was soll ich sagen?!

G'day und alles Liebe an euch Leser
Carinagettingannoyed & HelendownunderfinishingtheDA
2.3.08 12:03


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Alice Springs Teil II - Uluru alias Ayers Rock

Wie bereits geschrieben saß ich bis zur Haelfte unseres stays in Alice den ganzen Tag in meinem unteren Bett und habe nur Diplomarbeit geschrieben und Carina lag am Pool und hat sich gelangweilt. Bzw. hat sie mich rund um die Uhr mit Essen versorgt.

Alice Springs liegt im Nothern Territory und hat somit eine Mehrheit von Aboriginees als Einwohner. Diese netten Menschen (das ist Ernst) haben es nicht leicht in den Städten. Vor allem nicht, wenn sie arbeitslos sind. Wir haben nur eine eher schlechte Erfahrung gemacht: Körpergeruch in synthetischen Klamotten. Uhhh, nicht gut.

Da wir mit Abstand am Längsten in unserem Backpackers waren, hatten wir im Laufe der Zeit auch viele Roommates (Zimmergenossinnen). Manche davon wirklich merkwürdig, einige aber auch super nett. So zum Beispiel zwei Mädels aus Hamburg: Kadda und Lena (liebe Grüße an euch!!!). Die beiden hatten Australien schon um einiges unsicherer gemacht, als wir sie trafen und sind auch immer noch unterwegs. -> Erzählt mal wo ihr seid und wie's euch geht!
Mit den beiden haben wir in der Mittagssonne eine der (wenigen) Sehenswürdigkeiten Alice Springs angeschaut – den Anzac Hill.

Alice Springs ist schon sehr besonders. Die ganze Stadt ist voller Fliegen, die alle nur ein Ziel haben: in deinen Körper eindringen. Dafür nutzen sie Augen, Ohren, Nasen oder Mund. Auf Grund dieser Tatsache statteten wir uns mit Fliegennetzen aus.

Die meisten Touristen kommen nur für eine Übernachtung auf dem Weg zum oder vom Uluru (alias Ayers Rock). Wir haben ganze neun Tage dort verbracht. Allerdings mit einer dreitägigen Unterbrechung. Diese Unterbrechung war das Outbackhighlight:

Erster Tag:
Morgens um fünf hieß es „Raus aus den Betten“ und fertig machen zur Abreise. Nach einem dürftigen Frühstück (so wie jeden Alicetag) ging es mit zwei Bussen á 22 Personen in Richtung Uluru National Park. Der erste Stop war auf einer Renncamelfarm, wobei jedoch keiner von uns die Möglichkeit eines arg kurzen Ritts wahr genommen hat. Nach weiteren langen Stunden „on the road“ trafen wir auf unser erstes Känguruh. Leider war es - wie ihr vermuten werdet – tot auf der Straße.
Zusammen mit zwei deutschen Mädels (Schwestern; endlich mal in unserem Alter) aus Krefeld haben wir unseren Bus von der Räuberbank aus unterhalten.
Gegen 13 Uhr waren wir an unserem ersten richtigen Ziel: Kings Canyon. Bei 38 °C (eigentlich darf der Weg nur bis 36° begangen werden) wanderten wir los. Dreieinhalb Stunden insgesamt, bergauf und -ab durch die brüllende Hitze. Zwischendurch gab's einen Stop an einem Waterhole zum Baden. Ich glaube, dass ich die einzige war, die es schaffte sich den Fuß in diesem glipschigen runtgelutschten Ding aufzuschraben, natürlich inklusive blutiger Wunde (natürlich, natürlich).
Am Abend hatten sowohl Carina, als auch Sandra (die ältere der beiden Schwestern) Kopfschmerzen. War wohl doch etwas viel Sonne bzw. viel Wandern darunter.
Nach einem Stop am Mt. Connor (?Schreibweise) Outlook und einem weiteren beim Bottle Shop (180 Dosen Bier!!!) fuhren wir auf eine so called Kuhweide. Roter Sand, unterbrochen durch einige stachelige unterknie hohe Büsche.
Neben einem Container in dem unsere Swags (Biwaksäcke mit Isomatte – sehr australisch!) gelagert wurden gab es dort nüscht. Einige sammelten Holz, die anderen bereiteten das Essen vor, Carina und ich beluden den Eksi (riesige Kühbox – ebenfalls sehr australisch) mit der ersten Ladung Bier und natürlich vieeeel Eis.
Der Sternenhimmel war gigantisch. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viele Sterne auf einmal gesehen. Die komplette Milchstraße (der südlichen Hemisphere) inklusive Kreuz des Südens (SEEEEHR australisch) breitete sich vor uns aus.
Die Swags wurden in einem großen Kreis um das Lagerfeuer ausgerollt und wir bekamen „Chilli con Camel“ als wohlverdientes Abendessen. Zwei Dosen Bier später war die Hälfte unserer Mitreisenden schon am Schlafen. Carina und ich leider nicht. Wir waren mehr in einem Dösezustand, als auf einmal ein Auto auf uns zugebraust kam. Ich bekam Party – äh Angst. (Huch, ich bin wohl etwas angeheitert)
Also, nichtsdestotrotz kam ein Auto und ich bekam Panik, denn es kam direkt auf unseren Kreis der Schlafenden zu. Ebenso ging es wohl unserer Tourguide, denn sie kam aus dem Bus gesprungen (keine Anhnung, warum die beiden nicht wie wir draußen schliefen – vielleicht wegen der gefährlichen Tiere?) und hielt es auf.
Es waren zwei Typen aus der Gegend, bzw. von der Station (große Farm), der die Weide gehört. Sie waren überrascht, dass keine Party am Gange war, schließlich hätten wir doch ohne Ende Bier gekauft. Dann erzählten sie, dass sie just eine Schlang töten mussten, da einer von ihnen auf dem Weg zur Bar fast drauf getreten sei. Keiner von uns hat es so richtig geglaubt. Vor allem aus Selbstschutzgründen, denn die genannte Bar (mit genanntem Bottleshop) bei einem Roadhouse befand sich keinen Kilometer von uns entfernt. Nachdem Neisha, die weibliche unserer Tourguides die Jungs erst davon abgehalten hatte die vorderen Leute über den Haufen zu fahren und dann auch wieder von dannen zu ziehen, schliefen wir eher unberuhigt ein, denn laut Aussage der Jungs war es die zweit giftigtse Schlange Australiens – die brown snake
Nur ca. eine halbe Stunde später kam erneut ein Auto angebraust. --> nur zur Erinnerung: wir waren außerhalb jeglicher Zivilisation auf einer Kuhweide im Outback; nächste menschliche Siedlung ca. 800 km entfernt. Außer des Roadhouses also NIX.
Es waren wieder die Jungs (an dieser Steller sei gesagt, sie waren beide bereits um die 32 Jahre alt). Nun hatten sie uns die Schlange mitgebracht, die sie zuvor töteten. Wir hatten anscheinend
eher ungläubig gewirkt, deshalb seien sie damit wieder gekommen.
Ich bin aus meinem Swag geklettert und musste mir das Mopped erstmal in Ruhe anschauen. Unser mitreisender kleiner Italienier war der erste, der dastand und ein Foto haben wollte. „Crazy man, what-e is-se your-e name-e?“. Als die Jungs wieder weg waren fragten unsere Tourguides, ob denn nun jemand Angst vor Schlangen hätte. Von denjenigen die wach waren (der Großteil hatte diese Aktion verschlafen) hatten wohl alle ein ungutes Gefühl, aber nur unsere Irinnen meldeten sich. Diesmal konnten die Tourguides uns noch weniger beruhigen.

Zweiter Tag:
Die Nacht endete nach wenig Schlaf wieder um fünf Uhr. Luke, der zweite Tourguide heizte das Feuer an, damit es hell wurde. Wir rollten unsere Swags zusammen und verluden sie auf dem Anhänger unseren Busses. Dann ging es weiter zu einem ersten Lookout mit Blick auf den Uluru. Dort gab es nach einigen Fotos Frühstück. Carina und ich hatten derweil einen Meetingplace der Tiere entdeckt mit Spuren von mindestens acht verschiedenen Lebewesen.

Danach gings zum Kata Tjuta, den sogenannten Olgas. Diese Felsformation sieht aus der Ferne aus wie eine Elefantenfamilie. Von Nahem sind es ca. 32 riesige Steinkugeln. Auch hier stand wieder eine Wanderung an, wieder ca. drei Stunden, wieder brüllende Hitze. Eigentlich war der Weg auch bereits gesperrt, was unsere Tourguides aber nicht störte. Neisha ist den Weg sogar in Flipflops gegangen. Carina und ich schwörten erneut auf unsere Wanderstiefel! Im Anschluss konnten wir im Resort endlich duschen (das einzige Mal auf der ganzen Tour).
Am Abend haben wir den Sonnenuntergang am Lookout mit Blick auf den Uluru genossen und dabei ein wunderbares Curry mit Reis gehabt (frisch gekocht von unseren Tourguides). Nachdem die Sonne verschwunden war sind wir zurück ins Resort (einzige Übernachtungsmöglichkeit, riesige Ferienanlage mit Hotels, Appartments und Campingplatz, Uluru National Park), haben aber auf Grund unserer doppelten Gruppensärke (Zwei Busse á 22 Personen) keinen Campingplatz gefunden. Deshalb sind wir auf in den Bush, um erneut eine Nacht im Outback zu verbringen.
Da unser Bus den Anhänger mit den „Gepäck“ (Schlafsäcke und Waschsachen), sowie dem Essen hinten dran hatte, wurde kurzer Hand beschlossen uns in der Pampa stehen zu lassen, und mit dem anderen die Gegend nach einer geeigneten Stelle abzusuchen. Als nach einer halben Stunde die Lichter wieder auftauchten, aber nicht näher kamen, späßelten wir rum, dass er wohlmöglich stecken geblieben sei. Leider war es GENAU so. Also ist die Hälfte unserer Busbesatzung hin, um schieben zu helfen. Das ganze Unterfangen hat eineinhalb Stunden gedauert, denn der Bus stand quer zum Weg im losen Sand.
Auch der zweite Tag endete mit Dosen Bier, Lagerfeuer und Sternenhimmel.

Dritter Tag:
Diesmal wurden wir bereits um viertel fünf (4:15 Uhr) aus den Swags gescheucht, damit wir den Sonnenaufgang am Uluru Lookout genießen konnten.
Anschließend fuhren wir den restlichen Weg zum Uluru, um zwei Stunden drumherum zu wandern. Ich muss sagen, dass dies für mich anstrengender war, als die Wanderungen zuvor. Flache Strecken sind für Wanderstiefel nichts.

Um zehn Uhr morgens machten wir uns auf den langen Rückweg nach Alice Springs. Zwischendurch gab es einen letzten Stop bei dem wir die Swags für die nächste Gruppe beim Container abluden und BBQ beim Roadhouse hatten. Als die Jungs vom verladen wirderkamen, berichteten sie von einem Redback im Container. --> Redbacks sind äußerst giftige Spinnen, ohne Gegengift siehts nach einem Biss schlecht aus. Keiner von uns hatte seinen Swag vor der ersten Benutzung nach solchen Geviech abgesucht!!!
Wir hatten in drei Tagen eine Strecke zurückgelegt, die so lang ist wie von der Süd- bis zur Nordspitze Großbritaniens!
Gegen sechs Uhr erreichten wir in Alice Springs Anni's Place (unseren Backpackers) und hüpften erstmal in den Pool.



Die letzten Tage in Alice verbrachten wir mit Sehenswürdigkeiten. Wie bereits erwähnt gibt es nicht wirklich viele, weshalb wir sie uns gut einteilten. Zusammen mit Petra, einer in Deutschland aufgewachsenen Tschechin schauten wir uns die Station des Royal Flying Doctor Service an.
Auf dem Rückweg wollte ich eigentlich in das Reptilien Center. Als wir nach dem Preis fragen wollten kam ein Mädel um die 18 in den Vorraum mit einer kleinen Schlange auf dem Arm. Ich wollte sie nur anfassen, da hatte ich sie auch schon um den Hals gelegt bekommen. Das war super – weich und kringelig. Ich hätte sie auch ohne weiteres mitgenommen. Allerdings wird der kleine Würger dann doch ca. 8 Meter lang. Nicht gut.

Mit zwei neuen netten Roommates, Wiebke und Nora aus Berlin und Hamburg (viele Gruesse, hoiffentlichg sehen wir uns in Cairns!!!) besuchten wir am nächsten Tag die School of the Air. In dieser Schule sitzen nur Lehrer an Funkgeräten und vor allem Computern, um ihre Schüler in einem Umkreis von über 500 km zu unterrichten. Wir hatten Glück und konnten dabei zuschauen/hören. Sehr interessant.
27.3.08 07:20


Canberra 11. - 12.03.

Von Alice Springs ging es am 11. März weiter nach Canberra, mit Umsteigen in Melbourne. Es war geplant, dass wir Kiki im Flieger von Melbourne treffen würden, aber wie unser Glück nun mal ist, hatte unser Flugzeug Verspätung. Aber immerhin kam unser aller Gepäck an und nach weiterem Hin und Her bekamen wir in Canberra endlich unser Geld von Quantas.

Leider war Canberra komplett ausgebucht, weshalb wir außerhalb der Stadt in einem Formel 1 Hotel landeten (genauso günstig wie ein Backpackers, dafür mit eigenem Bad im Zimmer :-). Canberra ist auch sehr besonders. Diese Stadt wurde auf dem Reisbrett als Hauptstadt entworfen, nachdem Sydney und Melbourne sich nicht einigen konnten. Dementsprechend ist die Stadt seltsam. 800 Tausend Einwohner und alle wohnen dort nur, weil sie für die Regierung arbeiten (Parlament und Co.) oder dort studieren. Niemand geht so richtig freiwillig dorthin.
Ansonsten schoen angelegt,aber nicht viel passirt. also weiter zum naechsten Bericht.
27.3.08 07:23


Bundanoon

Am 12.03. fuhren wir mit dem Bus weiter Richtung Norden, um meine Verwandten zu besuchen. Ich hatte immer von meiner Oma viel von ihnen gehört, sie aber noch nie kennengelernt.
Barbara und Peter wohnen in einem kleinen Ort Namens Bundanoon auf einem acht Hektar großen Grundstück und bewirtschaften es nach Eigenbedarf auf permaculture Basis. Leider konnten wir nur zwei Nächte bei ihnen bleiben, da unser Zeitplan zu eng gestrickt war.
27.3.08 07:27


Sydney

Von Bundanoon fuhren wir mit dem Zug zwei Stunden nach Sydney um endlich unseren Camper Van in Empfang zu nehmen.
Quer durch Kings Cross fuhren wir zu Steffi, unserer Kommilitonin und Auswanderin auf Zeit, und ihrem Freund Christian, nach Bondi. Bondi Beach ist einer der hippsten (auch wenn ich dieses Wort nicht mag) Stadtteile (mit tollem Strand). Steffi empfing uns (nach einem kleinen Verfahrer) auf den Stufen vor ihrem Haus.
Irgendwie komisch, sich nach so langer Zeit ausgerechnet am anderen Ender der Welt wieder zusehen und ich muss auch sagen kennenzulernen, denn wir hatten während des Studiums eher wenig gemeinsam gemacht. Wie sich Studenten halt kennen. Christian kannten Carina und ich vorher noch gar nicht und Kiki kannte keinen der beiden.
Jetzt ist das anders, denn wir belagerten die beiden ganze vier Tage, wobei wir im Camper vor der Tür schliefen. Wir waren ihr erster Besuch für länger und hatten ihre Wohnung auch sehr schnell arg in Beschlag genommen.
Den ersten Tag feierten wir mit Meatpies aus Wooloomooloo (ein Ort/Stadtteil mit ACHT „O“s!!!), Bundaberg-Cola (Rum) und einem Rugbyspiel.
Am nächsten Tag waren wir das erste Mal in Australien im Meer. Gar nicht so einfach bei diesem Wellengang. Die meiste Zeit steht man am Ufer und passt auf, dass man nicht weggespült wird. Mich hat bei einem mutigen Versuch tiefer reinzu gehen eine Welle erwischt und zerlegt, sodass ich um meinem Bikini kämpfend am Ufer auf den Sand geschleudert wurde. Sehr witzig für Carina und Steffi, mäßig witzig für mich, denn das tut ganz schön weh.

Die Jungs gaben sich da tapferer und bewiesen nach eigener Aussage ihre Männlichkeit in den Wellen. Alles gar nicht so einfach. :-)
Abend kochte Steffi für uns und eine italienische Arbeitskollegin Aprikotchicken mit Reis. Sehr lecker! Als wir uns zum Pub aufmachen wollten, wurden wir spontan von Jungs aus einer Wohnung im Erdgeschoss zu ihrer Party eingeladen, wodurch wir auch noch in den Genuss einer Party mit Locals kamen.

Den Sonntag musste Steffi arbeiten und wir besuchten sie in dem Einkaufszentrum in ihrem Geschäft für italienische Designermöbel, mit dem bedeutenden Namen „Kartell“.
Danach trafen wir uns mit Sasha (Barbaras und Peters Sohn) auf eine Cola und schauten uns danach das CBD (Central Buisines District) inklusive Harbour Bridge und Opera House an.
Montag fuhren wir mit der Fähre nach Manly und mit dem Bus quer durch die Stadt wieder zurück zum Zentrum.

Am Abend standen Steffi, Carina und ich auf dem Balkon und erzählten über die Darstellung von Sportarten mit Hilfe von wenigen Gestiken, als meine Brille bei einem ruckartigen Kopfdreher sich von meiner Nase abwärts dem Balkon entgegen bewegte, dort aufprallte, ein Glas verlor und sich dann spontan dazu entschloss doch gleich noch vom Balkon runter in die Büsche zu hüpfen. Da stand ich nun mit einem zerbrochenen Glas in der Hand und ohne anständig sehen zu können, mussten wir das Gebüsch nach dem Gestell absuchen. Zum Glück fand Steffi es wieder. Seitdem kann ich nur noch tagsüber Autofahren (mit meiner Sonnenbrille), jedoch wird es hier inzwischen bereits um 18:30 Uhr dunkel. Ganz schön anstrengend Abends im Camper auf dem Laptop aufzuschreiben was alles passiert ist.

Am 14. verließen wir Sydney und damit leider auch Steffi und Christian. Wir hatten viel Spaß bei euch und vermissen euch und das Bundaberg hier auf unserer Tour.
27.3.08 07:31


Zwischeneinwurf!

 „Mach mal schnell das Licht an, ich glaub ich hab die Kippe auf meinem Flipflop ausgedrückt“ Helen
 „Ich fühl mich an wie ein Prittstift“ Carina
 „Man braucht Chaos um Ordnung zu halten“ Carina
 „I became two beer“ Sonja
 „Jelland? Was ist denn Jelland?“ Helen, nach dem Kiki feststellte, dass es wie in Irland aussähe
 Was ist ein Knäker? Wenn Helen Carina den kleinen Zeh umdreht! Ist doch klar. Das klingt auf den ersten Blick brutal, aber mal ehrlich, wie ihr euch denken könnt, ich hatte einen GRUND!
 Wasser trinken ist übrigens nach Ursula (Medizinstudentin im 10. Semester) nur eine Erfindung der Wasserindustrie (Frau A. Becker, bitte an dieser Stelle dein lieblings Aufreger-Foto von Carina einfügen)
 Carina sagt, dass Helen ihre Mutter langweilig findet. Nur weil Mütter immer mehr kochen, als die Leute essen können
 Steffi am Telefon, eine Woche nachdem wir weggefahren sind: „So, genug rumgefahren. Macht euch mal auf den Weg zurück nach Sydney!“
27.3.08 07:33


Servus zusammen

Wie vor langer Zeit angekuendigt, kommen hier die Berichte der letzten Tage, bzw. Wochen.

Ihr muesst ganz unten anfangen bei Alice Springs und euch nach oben durchlesen.

Ich hoffe, ihr habt dabei Spass. Wir hatten ihn.

Ganz liebe Gruesse an euch alle, vor allem Annalena, Thorben, Dina und Nils. Eure Nachrichten sind angekommen und ich habe mich sehr gefreut.

Alles Liebe nach Deutschland, dem Wintertraum
Helenfightingthemosquitos

P.S.: Fotos folgen bald
27.3.08 07:42


18.-25.03.

18.03.08 Forster
Heute Morgen haben wir nach einem tollen Sonnenaufgang auf dem Balkon von Steffis und Christians Wohnung mit obligatorischen Blick auf Bondi Beach (!!!) uns auf den Weg gemacht, die Ostküste zu erobern. Unser erster Stop war Mittags in Tea Garden bzw. Hawks Nest für Fish & Chips, Chips und Chickenschnitzelburger (Schnitzel bleibt Schnitzel, baba – gell Nils?!). Der Strand hier ist gigantisch lang, beinahe ohne Menschen und mit leuchten blauem Wasser. Aber mit Box-Jellyfish (fiese kleine Quallen die kugelig rund sind und eine lange blaue Tentakel haben – giftig natürlich).
Nachmittags machten wir Stop in Port Macquarie für einen Kaffee und einem Foto in Rocky Beach (???).
Abends kamen wir gerade noch rechtzeitig um in Forster einen Stellplatz auf dem Campingplatz zu bekommen. Nach acht wurde da keiner mehr reingelassen.



19.03. Hat Head
Morgens sind Kiki und Carina schon spazieren gegangen, als ich noch in meiner Dachkoje lag und meine Klüsen entspannt habe. Als sie um acht Uhr wieder kamen konnten sie von Delphinen berichten. Ich habs leider verpasst, denn wir sind später shoppen gegangen, statt noch mal zum Harbour zu laufen. Dafür habe ich jetzt einen neuen Bikini (hoffentlich komme ich auch noch mal dazu ihn auzuprobieren) und Carina und ich haben Surfshorts (die hier ja eigentlich auch obligatorisch sind), sowie Sonnenbrillen für jeden von uns.

Um was zu erleben und Geld zu sparen sind wir abends zum ersten Mal nicht auf einen kommerziellen Campingplatz, sondern auf einen wild Campingplatz der Naturschutzbehörde gefahren. Die Fahrt dorthin war etwas diffizil, da die Straße keine sealed road (geteerte Straße), sondern eine dirt road war (die wir auch eigentlich nicht wirklich fahren dürfen). In Hat Head an der Tankstelle wurde uns von einem lokal geraten diesen Campingplatz zu nehmen, die Straße dorthin sei okay. Hmm, okay und okay sind halt zwei verschiedene Paar Schuhe, wie Mama sagen würde.

Nach einer viertel Stunde Fahrt mit ca. 15 km/h durch Schlaflöcher zum Leichenverbuddeln kamen wir im Stockdunkeln auf einer großen Rasenfläche an. Wir waren zum Glück nicht die einzigen. Es standen hier und da in den Ecken weitere Camper. Außerdem gab es zwei Plumpsklos auf Bakterienbasis, welche ertstaunlich sauber waren. Alles in allem war der Platz von der ersten Minute an ganz schön unheimlich.
Nach dem Essen saßen wir gemütlichen im Bulli, als Carina plötzlich aufsprang und meinte in der Ecke säße eine Spinne. Ich wollte mich schon aufregen, weil sie so ein Aufhebens wegen einer Spinne macht als ich das Mopped entdeckte. - Pffft, ich muss sagen, äh, hui. Also sowohl mir als auch Kiki ist beim Anblick von diesem Monster ganz schön die Muffe gegangen. Wir hatten eine handtellergroße Spinne in unserem Bus sitzen, bei der JEDEM von euch auch unwohl gewesen wäre. Ich bin nach draußen, habe die Heckklappe geöffnet und Kiki hat Thekla mit dem Handfeger einen eindeutig abschlägigen Bescheid erteilt (Gruß an die Kroatientruppe und Herrn W. D.).
Einige Zeit später, als der Schrecken langsam verdaut war, wollten Carina und ich mit meinem Headlight bewaffnet (und noch ein Gruß an Nils, die ist echt super und ich bin heilfroh sie zu haben) zum Klo, als Carina nichtsahnend und vor allem nicht nach vorne schauend (sondern den Boden nach Monsterspinnen absuchend) beinahe in ein Känguru reingerannt wäre. Da sie sich bei mit untergehakt hatte, war es nicht allzu schwer sie davon abzuhalten. Allerdings machte sie beim Anblick der Tiere (ca. 130 cm hoch) auf dem Absatz kehrt und preschte Richtung Bulli zurück. Ich bremsend hinten dran hängend, da ich mir die Tiere gerne noch angeschaut hätte. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich mich vor Lachen nicht mehr eingekriegt habe. Carina musste, am Bus angekommen, auch Lachen und Kiki kam fragend heraus. Die Kängurus sind derart an Menschen gewöhnt, dass wir bis auch zwei Meter an die herantreten konnten. Jedoch mit mulmigem Gefühl, denn keiner von uns hat Lust auf eine Keilerei mit einem Känguru-Männchen, welches womöglich plötzlich zum Schutz seiner Herde aus dem Gebüsch geschossen kommt.
Das war genug Aufregung für einen ganzen Monat.
Auch war es gar nicht so einfach beim Gedanken an die Spinne beruhigt einzuschlafen.


20.03. Coffs Harbour von Carina
Gesagt, getan, wir haben dann doch noch eine einigermaßen schlafreiche Nacht hinter uns gebracht. Dies sollte aber nicht bedeuten, dass der Schrecken an diesem Morgen ein Ende nahm. Ich ging morgens zum mehr oder weniger „Openair-Klo“ und traute mich nur etwas zaghaft die Wiese zurück zum Bulli zu überqueren.....Warum? Der Boden vibrierte [oder sagen wir mal rumpste], „geringfügig“ unter unseren Füßen. Pfumpf, pfumpf, pfumpf, pfumpf machte es, während Helen und Kiki aus der offenen Bulliheckklappe [und Gott sei Dank saßen sie im Bulli] heraus das Riesenkänguru vorbeihüpfen sahen, so ca. 5 cm von ihnen entfernt. Ich habe mir das ganze Spektakel aus der Toilettenperspektive angeschaut und gleichzeitig beobachtet, wie das Känguru auf einen unserer Campingnachbarn zuhüpfte. Als dieser registrierte, dass es penetranterweise seine Hüpfroute nicht verließ, ist er dann doch noch aus seinem gemütlichen Campingstuhl gewichen und hat Platz für das „Hüpfgeschoss“ gemacht. Jetzt konnte ich meine Toilettenperspektive verlassen und mit den anderen beiden Rücksprache halten. Dies endete, wie bei fast all solchen für uns Europäer manchmal etwas suspekt erscheinenden Aktionen in einem [wie kanns auch anders sein] großen Gelächter. Nach dem Schrecken und einem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Dorigo-Nationalpark. Er ist bekannt für seine vielen schönen Wasserfälle, die wir natürlich nicht verpassen durften. An unserem Lieblingswasserfall (Dangarfall) haben wir unser erstes Schnabeltier gesehen. Eine Art australischer Wolpertinger, halb Ente, halb Otter. Es legt Eier, frisst Würmer und kleine Krebse und hat, wie soll es auch anders sein, giftige Krallen. Nach einer kleinen Stärkung sind wir weiter zum Dorigo-Nationalpark um noch mal eben den einstündigen Walk zum Cristalfall mitzunehemen, vevor es dunkel wurde. Abgehetzt aber glücklich es getan zu haben sind wir weiter nach Coffs Habour um uns dort einen Campingplatz zu suchen. Unseren durchaus erfolgreichen Tag haben Helen und ich mit einer riesen Portion Kingsprawns (Riesengarnelen, 500g für sage und schreibe 2,99A$) und Kiki mit einem Riesensteak für 3,20 A$ ausklingen lassen. Zubereitet in einer für Campingplätze die wir bisher bewohnt haben Luxusküche.


21.03. Carabita Beach bei Brenda Neger
Lookout in Coffs Harbour

Wir haben auf Grund der Osterfeiertage arge Probleme gehabt einen freien Campingplatz zu finden. Zum Glück hatte Frau Brenda Neger (wir können drüber lachen, auch wenns makaber ist so zu heißen) auf ihrem mini Campingplatz noch genau einen Stellplatz frei. Das war echt Glück, denn wenn man sich hier einfach auf einen Parkplatz o. ä. stellt um zu übernachten, kann das schon mal teuer werden. Da es bereits spät war, haben wir außer kochen auch nicht mehr viel hinbekommen.

22.03.
Brisbane
Am morgen besuchten wir den Carabita Beach, der es wert gewesen wäre zu bleiben. Leider war unser enger Zeitplan dagegen.
Deshalb fuhren wir auch direkt nach Brisbane durch, um endlich mal vor Sonnenuntergang auf dem Campingplatz anzukommen.
In der Nacht wurde uns mal wieder eine Stunde geklaut, da wir die Grenze zu Queensland überfahren

---->Liebe Frau Gerstner-Schröder, ist ihnen eigentlich bewusst, dasss ihre Tochter am Gründonnerstag, Karwoche, sich gerne einen hinter die Binde bzw. in die Birne kippt.

23.03.
Coolum bei Noosa (unterhalb von Fraser Island) von Kiki

Das „schöne“ Brisbane am Sonntag morgen zu besuchen erwies sich als nicht besonders einfach, da alle freien parking lots von Autos fleissiger Kirchgänger gefüllt waren. So machten wir mehrere Stadtrundfahrten mit unserem, für Tiefgaragen zu hohen, Campervan. Dass Ganze wurde noch erschwert durch ein plötzlich auftauchendes riesen Polizeiaufgebot mit Blau(-Rot)licht, was sich aber als Aufnahme für eine/n Film/Serie rausstellte auf der wir mit Sicherheit zu sehen sind. Als wir endlich eine Lücke gefunden haben, war die Messe leider zu Ende, so dass wir Ostern eine Kirche ohne Messe besucht haben, aber in den Genuss eines genialen Orchesters (und Orgel) kamen. Den Rest der Stadt erkundeten wir dann per pedes, was Brisbane allerdings nicht viel schöner machte, bis auf kleinere Ausnahmen (botanic garden, Poollandschaft innerhalb des alten Expogeländes). Anschließend wollten wir endlich Urlaub an der viel gelobten „ruhigen“ Sunshine Coast machen. Das ist so geendet, dass wir nach kurzer Suche und einigen Telefonaten, den Caravan Park von Coolum betraten. Carina und ich brauchten nach dem Abend-BBQ mit Chicken Stick und „Würstchen“ eine kleine Pause und nickerten im Bulli als wir Helen mit Aussies reden hörten. Als wir unseren Kopf aus dem Bulli steckten, sahen wir eine Horde angetrunkener Leudde vor dem Bulli, die ihren wohlverdienten Osterurlaub genossen. Tom Cruise war übrigens auch unter ihnen. Es entwickelten sich diverse lustige Gespräche in denen jeder mit jedem redete und neugierig auf fremde Gewohnheiten fragen stellte, die er vom gegenüber mit grösstem Vergnügen beanwortet bekam, dabei floss noch so dass ein oder andere an alkohol in die durstigen Rachen bis alle müde ins Bett fielen.


24.03. Rainbow Beach
Unser erster Tag Regen. Und das, obwohl wir doch zwei Tage „Urlaub“ genommen haben, um mal Sonne und Strand zu genießen. Jetzt sitzen wir hier auf dem Campingplatz in unserem Bulli und entspannen bei Musik, Lesen und Fotos anschauen.
Abends gab es selbst gemacht Burger – sehr lecker. Ich bin pappensatt nach einem dreiviertel.

25.03.
Endlich Urlaub ;-). Leider war kein Sonnenschein-Badewetter, sondern Regen und bewölkt. Deswegen haben wir den Vormittag mit einem gemütlichen Frühstück und Lesen verbracht. Nachmittags sind wir zum sogenannten Fraserisland-Fähranleger gefahren. Die Autofähren legen hier einfach am Sandstrand an. Auf die Insel dürfen nur 4wd (four wheel drive – Allradantrieb) Fahrzeuge und selbst zum Anleger kommt man nur mit diesen Fahrzeugen. Wer vorher stecken bleibt, braucht auch gar nicht rüber setzen, denn auf der Insel gibt es keine Straßen, sondern nur Sand.
31.3.08 11:33


26.-28.03.

26.03. Bundaberg
(Diesen tollen Tag mal in Stichworten, da ich keine Zeit habe ihn auszuschreiben)
7 Uhr Bootstour nach Tin Can Bay, Whistle Hawk vom Boot aus fotographiert
Delfine gefüttert
Rainbowbeach am Strand, Wellen bekämpft
auf dem Rückweg ist der Kühlschrank in einer unnötigen Abbiegaktion komplett in das Wageninnere entleert worden
Auspuff hat angefangen zu scheppern
Abends in Bundaberg angekommen wurde ein Kreisverkehr dem Besteckfach zum Verhängnis. Zum Glück ist Carina und mir das große scharfe Messer nicht zum verhängnis geworden. Stattdessen ist es direkt hinter meiner Kopfstütze gelandet. Allerdings wurde Carina um ein Haar von einem Spaghettilöffel attackiert worden ;-). Hört sich jetzt alles lustiger an, als es in dem Moment für uns war. Wir hatten alle einen ganz schönen Schrecken.
auf dem Campingplatz waren ganz schön merkwürdige Leute. Alle unter betrunken oder unter harten Drogen. Außerdem haben Carina und Kiki ihr erstes Possum getroffen.

27.03. Town of 1770
Morgens in Bundaberg mussten wir zu aller erst unsere Autovermietung anrufen, um von ihnen eine Werkstatt genannt zu bekommen. Nachdem wir mit der Werkstatt einen Termin ausgemacht hatten, konnten wir zu unserem Haupttagesziel aufbrechen: die Rumdestillerie von Bundaberg-Rum (die mit dem Eisbären). Zwar konnten und wollten wir uns die komplette Tour durch die Anlagen für 12 € nicht leisten, dennoch konnten wir einen Rundgang im Visitorcenter machen, welcher (natürlich) einen Rumprobe beinhaltete (Rumfahren, Rumlaufen, Rumschauen, Rumstehen -> Rumtrinken!).
Danach den Wagen abgegeben und ab in die Stadt zum Shoppen. Obwohl wir ja nun eigentlich nichts kaufen wollten, kamen Carina und ich wieder mal nicht drumherum unser Rucksackvolumen aufs äußerste zu reizen. Wir können nur hoffen, dass wir mit allem auch nach Hause kommen.

Zum Glück konnten wir am Nachmittag unseren Bulli wieder heile mitnehmen. Einen weiteren Tag in dieser Stadt hätte keiner von uns ertragen. Hier laufen nur Bekloppte und Besoffene rum. Wobei Rum wahrscheinlich genau das richtige Stichwort dazu ist ...

Sobald wir den Wagen wieder hatten, sind wir auch schon auf und davon Richtung 1770.
Also nicht in das Jahr („Wach auf MacFly“), sondern in die einzige Stadt der Welt mit einer Zahl als Namen. Um Verwechslungen zu vermeiden wird sie auch „Town of 1770“ genannt.
In Australien ist der Himmel weiter weg, als bei uns in Europa. Genau erklären kann ich das nicht, aber jeder der mal in den Tropen war, wird mich verstehen können. Selbst wenn Wolken am Himmel sind, scheinen sie nie so nah, wie bei uns daheim.
Auf dem Weg nach 1770 erlebten wir unserer erstes richtiges australisches Gewitter. Holla, die Waldfee. Mehr muss ich wohl nicht sagen.

28.03. Cape Hillsborough
1770 ist ein eher unspektakulärer winziger Ort mit toller Küste/Strand, wobei jedoch ab diesem Breitengrad baden an den Stränden ohne schicke Netzanzüge absolut tabu ist. Zumindest von Oktober bis Mai.
Netzanzüge? Zum Baden?
Lässt sich ganz einfach erklären: Quallen. Aber nicht irgendwelche ungiftigen. Nahein, denn wir sind ja in Australien! Der Ort an dem alles 10 mal giftiger als in Europa.
Hier schwimmen TÖTLICHE Quallen am Strand rum!!!
Wenn man keinen „Stingersuite“ (Quallenanzug) besitzt, braucht man gar nicht erst die Badetasche packen. Allerdings gibt’s die Dinger hier an jeder Ecke für ca. 35 A$ (ca. 20 €) zu kaufen.
Is klar, dass ich Pummelfee mir so ein schwarzes Netzteil anziehe, oder waaas?!

Die Orte Gladstone und Rockhampton passierend machten wir und weiter auf nach Norden. Dabei überquerten wir den südlichen Wendekreis der Sonnen („Tropical Capricorn“ - trennt die Tropen von den Subtropen). Ab jetzt sind wir also in den Tropen. Haben wir auch gemerkt, denn es hört seitdem nur noch selten auf zu regnen.

An einem Rastplatz am Strand ging ich aufs Klo und nach Abziehen der Spülung tauchte auf einmal etwas dunkles in der Schüssel auf (was definitiv nicht von mir war). Mit einem kleinen „KRAIIIISCH“ und einem Satz war ich aus der Kabine und musste beim Blick zurück auch schon loslachen. Es war nicht wie erwartet eine Schlange, sondern ein kleiner Frosch, der sich im Spülkasten eingenistet haben musste und von mir jäh ans Tageslicht gefördert wurde.
Tagesendziel war Cape Hillsborough, ein Campingplatz in einem Naturschutzgebiet am Ende einer Straße (hier gibt es viele Straßen, die einfach enden, zumeist kurz vorm Meer).
Es war stockenduster als wir ankamen (mal wieder, denn hier geht die Sonne schon um 18 Uhr unter)
31.3.08 11:35


Foddos!!!

Wollt ihr was sehen, zu dem was ihr gelesen habt? Dann schaut links unter "Fotos".

Hoffe euch gefallen die berichte und Fotos!
31.3.08 11:44





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