Karla Kolumna
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Canberra 11. - 12.03.

Von Alice Springs ging es am 11. März weiter nach Canberra, mit Umsteigen in Melbourne. Es war geplant, dass wir Kiki im Flieger von Melbourne treffen würden, aber wie unser Glück nun mal ist, hatte unser Flugzeug Verspätung. Aber immerhin kam unser aller Gepäck an und nach weiterem Hin und Her bekamen wir in Canberra endlich unser Geld von Quantas.

Leider war Canberra komplett ausgebucht, weshalb wir außerhalb der Stadt in einem Formel 1 Hotel landeten (genauso günstig wie ein Backpackers, dafür mit eigenem Bad im Zimmer :-). Canberra ist auch sehr besonders. Diese Stadt wurde auf dem Reisbrett als Hauptstadt entworfen, nachdem Sydney und Melbourne sich nicht einigen konnten. Dementsprechend ist die Stadt seltsam. 800 Tausend Einwohner und alle wohnen dort nur, weil sie für die Regierung arbeiten (Parlament und Co.) oder dort studieren. Niemand geht so richtig freiwillig dorthin.
Ansonsten schoen angelegt,aber nicht viel passirt. also weiter zum naechsten Bericht.
27.3.08 07:23


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Alice Springs Teil II - Uluru alias Ayers Rock

Wie bereits geschrieben saß ich bis zur Haelfte unseres stays in Alice den ganzen Tag in meinem unteren Bett und habe nur Diplomarbeit geschrieben und Carina lag am Pool und hat sich gelangweilt. Bzw. hat sie mich rund um die Uhr mit Essen versorgt.

Alice Springs liegt im Nothern Territory und hat somit eine Mehrheit von Aboriginees als Einwohner. Diese netten Menschen (das ist Ernst) haben es nicht leicht in den Städten. Vor allem nicht, wenn sie arbeitslos sind. Wir haben nur eine eher schlechte Erfahrung gemacht: Körpergeruch in synthetischen Klamotten. Uhhh, nicht gut.

Da wir mit Abstand am Längsten in unserem Backpackers waren, hatten wir im Laufe der Zeit auch viele Roommates (Zimmergenossinnen). Manche davon wirklich merkwürdig, einige aber auch super nett. So zum Beispiel zwei Mädels aus Hamburg: Kadda und Lena (liebe Grüße an euch!!!). Die beiden hatten Australien schon um einiges unsicherer gemacht, als wir sie trafen und sind auch immer noch unterwegs. -> Erzählt mal wo ihr seid und wie's euch geht!
Mit den beiden haben wir in der Mittagssonne eine der (wenigen) Sehenswürdigkeiten Alice Springs angeschaut – den Anzac Hill.

Alice Springs ist schon sehr besonders. Die ganze Stadt ist voller Fliegen, die alle nur ein Ziel haben: in deinen Körper eindringen. Dafür nutzen sie Augen, Ohren, Nasen oder Mund. Auf Grund dieser Tatsache statteten wir uns mit Fliegennetzen aus.

Die meisten Touristen kommen nur für eine Übernachtung auf dem Weg zum oder vom Uluru (alias Ayers Rock). Wir haben ganze neun Tage dort verbracht. Allerdings mit einer dreitägigen Unterbrechung. Diese Unterbrechung war das Outbackhighlight:

Erster Tag:
Morgens um fünf hieß es „Raus aus den Betten“ und fertig machen zur Abreise. Nach einem dürftigen Frühstück (so wie jeden Alicetag) ging es mit zwei Bussen á 22 Personen in Richtung Uluru National Park. Der erste Stop war auf einer Renncamelfarm, wobei jedoch keiner von uns die Möglichkeit eines arg kurzen Ritts wahr genommen hat. Nach weiteren langen Stunden „on the road“ trafen wir auf unser erstes Känguruh. Leider war es - wie ihr vermuten werdet – tot auf der Straße.
Zusammen mit zwei deutschen Mädels (Schwestern; endlich mal in unserem Alter) aus Krefeld haben wir unseren Bus von der Räuberbank aus unterhalten.
Gegen 13 Uhr waren wir an unserem ersten richtigen Ziel: Kings Canyon. Bei 38 °C (eigentlich darf der Weg nur bis 36° begangen werden) wanderten wir los. Dreieinhalb Stunden insgesamt, bergauf und -ab durch die brüllende Hitze. Zwischendurch gab's einen Stop an einem Waterhole zum Baden. Ich glaube, dass ich die einzige war, die es schaffte sich den Fuß in diesem glipschigen runtgelutschten Ding aufzuschraben, natürlich inklusive blutiger Wunde (natürlich, natürlich).
Am Abend hatten sowohl Carina, als auch Sandra (die ältere der beiden Schwestern) Kopfschmerzen. War wohl doch etwas viel Sonne bzw. viel Wandern darunter.
Nach einem Stop am Mt. Connor (?Schreibweise) Outlook und einem weiteren beim Bottle Shop (180 Dosen Bier!!!) fuhren wir auf eine so called Kuhweide. Roter Sand, unterbrochen durch einige stachelige unterknie hohe Büsche.
Neben einem Container in dem unsere Swags (Biwaksäcke mit Isomatte – sehr australisch!) gelagert wurden gab es dort nüscht. Einige sammelten Holz, die anderen bereiteten das Essen vor, Carina und ich beluden den Eksi (riesige Kühbox – ebenfalls sehr australisch) mit der ersten Ladung Bier und natürlich vieeeel Eis.
Der Sternenhimmel war gigantisch. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viele Sterne auf einmal gesehen. Die komplette Milchstraße (der südlichen Hemisphere) inklusive Kreuz des Südens (SEEEEHR australisch) breitete sich vor uns aus.
Die Swags wurden in einem großen Kreis um das Lagerfeuer ausgerollt und wir bekamen „Chilli con Camel“ als wohlverdientes Abendessen. Zwei Dosen Bier später war die Hälfte unserer Mitreisenden schon am Schlafen. Carina und ich leider nicht. Wir waren mehr in einem Dösezustand, als auf einmal ein Auto auf uns zugebraust kam. Ich bekam Party – äh Angst. (Huch, ich bin wohl etwas angeheitert)
Also, nichtsdestotrotz kam ein Auto und ich bekam Panik, denn es kam direkt auf unseren Kreis der Schlafenden zu. Ebenso ging es wohl unserer Tourguide, denn sie kam aus dem Bus gesprungen (keine Anhnung, warum die beiden nicht wie wir draußen schliefen – vielleicht wegen der gefährlichen Tiere?) und hielt es auf.
Es waren zwei Typen aus der Gegend, bzw. von der Station (große Farm), der die Weide gehört. Sie waren überrascht, dass keine Party am Gange war, schließlich hätten wir doch ohne Ende Bier gekauft. Dann erzählten sie, dass sie just eine Schlang töten mussten, da einer von ihnen auf dem Weg zur Bar fast drauf getreten sei. Keiner von uns hat es so richtig geglaubt. Vor allem aus Selbstschutzgründen, denn die genannte Bar (mit genanntem Bottleshop) bei einem Roadhouse befand sich keinen Kilometer von uns entfernt. Nachdem Neisha, die weibliche unserer Tourguides die Jungs erst davon abgehalten hatte die vorderen Leute über den Haufen zu fahren und dann auch wieder von dannen zu ziehen, schliefen wir eher unberuhigt ein, denn laut Aussage der Jungs war es die zweit giftigtse Schlange Australiens – die brown snake
Nur ca. eine halbe Stunde später kam erneut ein Auto angebraust. --> nur zur Erinnerung: wir waren außerhalb jeglicher Zivilisation auf einer Kuhweide im Outback; nächste menschliche Siedlung ca. 800 km entfernt. Außer des Roadhouses also NIX.
Es waren wieder die Jungs (an dieser Steller sei gesagt, sie waren beide bereits um die 32 Jahre alt). Nun hatten sie uns die Schlange mitgebracht, die sie zuvor töteten. Wir hatten anscheinend
eher ungläubig gewirkt, deshalb seien sie damit wieder gekommen.
Ich bin aus meinem Swag geklettert und musste mir das Mopped erstmal in Ruhe anschauen. Unser mitreisender kleiner Italienier war der erste, der dastand und ein Foto haben wollte. „Crazy man, what-e is-se your-e name-e?“. Als die Jungs wieder weg waren fragten unsere Tourguides, ob denn nun jemand Angst vor Schlangen hätte. Von denjenigen die wach waren (der Großteil hatte diese Aktion verschlafen) hatten wohl alle ein ungutes Gefühl, aber nur unsere Irinnen meldeten sich. Diesmal konnten die Tourguides uns noch weniger beruhigen.

Zweiter Tag:
Die Nacht endete nach wenig Schlaf wieder um fünf Uhr. Luke, der zweite Tourguide heizte das Feuer an, damit es hell wurde. Wir rollten unsere Swags zusammen und verluden sie auf dem Anhänger unseren Busses. Dann ging es weiter zu einem ersten Lookout mit Blick auf den Uluru. Dort gab es nach einigen Fotos Frühstück. Carina und ich hatten derweil einen Meetingplace der Tiere entdeckt mit Spuren von mindestens acht verschiedenen Lebewesen.

Danach gings zum Kata Tjuta, den sogenannten Olgas. Diese Felsformation sieht aus der Ferne aus wie eine Elefantenfamilie. Von Nahem sind es ca. 32 riesige Steinkugeln. Auch hier stand wieder eine Wanderung an, wieder ca. drei Stunden, wieder brüllende Hitze. Eigentlich war der Weg auch bereits gesperrt, was unsere Tourguides aber nicht störte. Neisha ist den Weg sogar in Flipflops gegangen. Carina und ich schwörten erneut auf unsere Wanderstiefel! Im Anschluss konnten wir im Resort endlich duschen (das einzige Mal auf der ganzen Tour).
Am Abend haben wir den Sonnenuntergang am Lookout mit Blick auf den Uluru genossen und dabei ein wunderbares Curry mit Reis gehabt (frisch gekocht von unseren Tourguides). Nachdem die Sonne verschwunden war sind wir zurück ins Resort (einzige Übernachtungsmöglichkeit, riesige Ferienanlage mit Hotels, Appartments und Campingplatz, Uluru National Park), haben aber auf Grund unserer doppelten Gruppensärke (Zwei Busse á 22 Personen) keinen Campingplatz gefunden. Deshalb sind wir auf in den Bush, um erneut eine Nacht im Outback zu verbringen.
Da unser Bus den Anhänger mit den „Gepäck“ (Schlafsäcke und Waschsachen), sowie dem Essen hinten dran hatte, wurde kurzer Hand beschlossen uns in der Pampa stehen zu lassen, und mit dem anderen die Gegend nach einer geeigneten Stelle abzusuchen. Als nach einer halben Stunde die Lichter wieder auftauchten, aber nicht näher kamen, späßelten wir rum, dass er wohlmöglich stecken geblieben sei. Leider war es GENAU so. Also ist die Hälfte unserer Busbesatzung hin, um schieben zu helfen. Das ganze Unterfangen hat eineinhalb Stunden gedauert, denn der Bus stand quer zum Weg im losen Sand.
Auch der zweite Tag endete mit Dosen Bier, Lagerfeuer und Sternenhimmel.

Dritter Tag:
Diesmal wurden wir bereits um viertel fünf (4:15 Uhr) aus den Swags gescheucht, damit wir den Sonnenaufgang am Uluru Lookout genießen konnten.
Anschließend fuhren wir den restlichen Weg zum Uluru, um zwei Stunden drumherum zu wandern. Ich muss sagen, dass dies für mich anstrengender war, als die Wanderungen zuvor. Flache Strecken sind für Wanderstiefel nichts.

Um zehn Uhr morgens machten wir uns auf den langen Rückweg nach Alice Springs. Zwischendurch gab es einen letzten Stop bei dem wir die Swags für die nächste Gruppe beim Container abluden und BBQ beim Roadhouse hatten. Als die Jungs vom verladen wirderkamen, berichteten sie von einem Redback im Container. --> Redbacks sind äußerst giftige Spinnen, ohne Gegengift siehts nach einem Biss schlecht aus. Keiner von uns hatte seinen Swag vor der ersten Benutzung nach solchen Geviech abgesucht!!!
Wir hatten in drei Tagen eine Strecke zurückgelegt, die so lang ist wie von der Süd- bis zur Nordspitze Großbritaniens!
Gegen sechs Uhr erreichten wir in Alice Springs Anni's Place (unseren Backpackers) und hüpften erstmal in den Pool.



Die letzten Tage in Alice verbrachten wir mit Sehenswürdigkeiten. Wie bereits erwähnt gibt es nicht wirklich viele, weshalb wir sie uns gut einteilten. Zusammen mit Petra, einer in Deutschland aufgewachsenen Tschechin schauten wir uns die Station des Royal Flying Doctor Service an.
Auf dem Rückweg wollte ich eigentlich in das Reptilien Center. Als wir nach dem Preis fragen wollten kam ein Mädel um die 18 in den Vorraum mit einer kleinen Schlange auf dem Arm. Ich wollte sie nur anfassen, da hatte ich sie auch schon um den Hals gelegt bekommen. Das war super – weich und kringelig. Ich hätte sie auch ohne weiteres mitgenommen. Allerdings wird der kleine Würger dann doch ca. 8 Meter lang. Nicht gut.

Mit zwei neuen netten Roommates, Wiebke und Nora aus Berlin und Hamburg (viele Gruesse, hoiffentlichg sehen wir uns in Cairns!!!) besuchten wir am nächsten Tag die School of the Air. In dieser Schule sitzen nur Lehrer an Funkgeräten und vor allem Computern, um ihre Schüler in einem Umkreis von über 500 km zu unterrichten. Wir hatten Glück und konnten dabei zuschauen/hören. Sehr interessant.
27.3.08 07:20


Bericht IX, 01.03.

How's it going?

Erst einmal Entwarnung: Mir ging es nach dem Anfall in der Apotheke und dem darauffolgenden Antihistaminikum + Antibiotika + Cortisonsalbe und einem Tag Pause schon wieder gut.


Carina hört Helge Schneider: "Liebe Gemeinde, einde, einde!"


Motto der Woche, bzw. eigentlich des ganzen Urlaubs: Man braucht Chaos, um Ordnung zu haben. (C. Wisse, 27.02.2008, Glenelg).
Dieses Mal haben wir genau 4 Stunden gebraucht, um das Zimmer in Besitz zu nehmen, und somit auch in Chaos zu legen. Aber unsere gestrigen Mitbewohnerinnen haben es uns gleichgetan (wenn nicht sogar noch besser).

Am Donnerstag Morgen haben wir uns aufgemacht, um nach Adelaide zu fliegen.
Als wir in Glenelg an der Bushaltestelle aufstehen wollten, ist Carina erstmal aus dem Sitz in die Oberkörpervorlage samt Trekkingrucksack geraten und ratsch – mit allem Gewicht nach vorn auf die Knie gedonnert. Die Jeans hat leider nachgegeben, aber die Haut hat Stand gehalten. Weh getan hat's wohl auch nicht arg. Nur aufstehen konnte sie allein aus dieser Haltung nicht so ganz. Wir müssen grad schon wieder drüber lachen.



Fortsetzung der Pechsträhne:
Am Flughafen von Adelaide wollten wir eine Entschädigung für unsere drei gepäcklosen Tage haben. Am Serviceschalter oben wurde uns gesagt, dass wir nach unten müssten. Unten haben sie uns ein Formular ausgefüllt, mit dem wir oben pro Person 100 A$ bekommen sollten. Ähja, sollten. Denn als wir oben am Schalter anstanden, war es bereits so spät, dass wir zum Gate gehen sollten. Also meinte die Schalterfrau (oben), wir könnten uns das Geld auch in Alice Springs am Flughafen aushändigen lassen. Na gut, dachten wir und sind zum Gate gejoggt. Der Flug war ganz nett und unser Gepäck war tatsächlich auch in Alice Springs, als wir ankamen!!!


Am Servicedesk erhielten wir dann erst die Nachricht, dass sie leider kein Geld da hätten und gleich darauf die tolle Nachricht, dass wir ja außerdem längst ausgezahlt worden seien. Aha!
Ihr glaubt es nicht, aber wir haben später im Backpacker's (Anni's Place) über eine Stunde über die Servicehotline erst mit dem Flughafen Alice Springs, dann mit Adelaide und letztendlich mit Melbourne telefoniert. Die meiste Zeit davon hingen wir allerdings in der Warteschleife.
Dann teilte man uns mit, dass sie versuchen werden, diesen Fehler rückgängig zu machen und uns dann anrufen würden.
Stand der Dinge ist nun, dass wir das Geld am 11. März ausgehändigt bekommen werden, wenn wir nach Melbourne weiterfliegen.

Wir werden sehen!

Das Hostel hier ist styletechnisch das beste. Außerdem gibt es einen Pool im Innenhof. Aber bisher war noch keine von uns beiden drin.
Am Donnerstag Abend sind wir zum Kangaroofeeding mit gefahren. Wir haben tatsächlich „wilde“ Wallabies mit diet pellets gefüttert. Damit sie auch nicht fett werden, wie die Touristen die sie füttern ;-).




Apropos dick werden. Meine T-Shirts reichen nicht mehr über meinen Bauch. Dies liegt entweder an dem vielen Weissbrot, dass wir hier zum Frühstück bekommen, oder aber doch an dem Trockner in Glenelg, der die Wäsche gekocht hat, um sie zu trocknen. Jetzt hat Carina ein paar Shirts mehr und ich weniger (wenn das mal nicht ihre Absicht gewesen ist, als sie den Trockner bediente :-). Die Wäsche war zwei Stunden, nachdem wir sie rausgeholt hatten immer noch warm.


Wir haben unsere ersten Begegnungen mit den Ureinwohnern hinter uns gebracht. Leider waren diese mit nicht allzu guten Düften verbunden. Ansonsten waren die meisten von ihnen zwar betrunken, aber immerhin doch freundlich. So freundlich man beim Schnorren halt ist.

Thema Alkohol: der ist hier arg teuer. Eine Dose Bier (375 ml) kostet umgerechnet 1,60 €. Außerdem gibt es Alkohol nur im Liquorstore. Diesen gibt es jedoch auch als Drive-Inn. Carina ist vor ein paar Tagen zu Fuß durch gelaufen. Hat aber trotzdem ihr Bier bekommen.
Hier in Alice steht draußen an der Tür: „No shoes, no entry!“ Das ist wie „keine Arme, keine Kekse“, unglaublich.
Vorgestern Abend hatten wir uns zwei Flaschen Wein gekauft und die eine Abends dreiviertel ausgetrunken. Den restlichen Wein hatten wir über Nacht in unserer markierten Tasche im Kühlschrank stehen. Gestern morgen lagen dann statt des Weins 9 A$ in der Tasche. Immerhin haben sie es nicht einfach so rausgenommen, sondern adäquates Geld dafür rein gelegt (auch Wein ist hier arg teuer).


Meine Pusteln lassen nach, werden hier in Alice Springs aber von Mückenstichen abgelöst. Auch nicht besser. Das Mädel von der Rezeption hat eben erzählt, dass es hier eigentlich so gut wie überhaupt keine Mossis (Mosquitos) gibt. Was soll ich sagen?!

G'day und alles Liebe an euch Leser
Carinagettingannoyed & HelendownunderfinishingtheDA
2.3.08 12:03


Bericht VII, Dienstag, 26.02.

Wir haben gestern den Backpackers gewechselt, um die letzten Tag in Adelaide am Strand verbringen zu können. Das heisst Carina kann die letzten Tage am Strand verbringen, ich nicht.

Sonntag auf dem Konzert fingen bei mir die ersten miesen Stiche an den Armen an zu jucken. Gestern waren es dann schon beunruhigend viele, sodass wir erst an bedbugs (Bettwanzen, gibt es hier in den meisten Hostels) oder Flöhe gedacht haben. Die Stiche sehen auch tatsächlich wie Flohbisse aus (hab im Internet recherchiert) und ich meinte zu Carina schon, sie könne mich Jim aus Texas nennen. Wir haben auch schon Strategien ausgeknobelt, wie wir das Vieh wieder loswerden könnten.
Heute Nacht war die Hölle. Ich bin alle Nase lang aufgewacht, weil ich mich wie verrückt gekratzt habe. Die anderen im Zimmer konnten alle nicht schlafen, weil der eine Typ so unglaublich laut geschnarcht hat und mich hats nicht mal gestört. Ich war so damit beschäftigt, mich selbst vom Kratzen abzuhalten, dass ich das gar nicht richtig mitbekommen habe (--> The Itchy and Scratchy Shooooooow!!!).
Heute Morgen ging es mir dann wahrlich nicht gut. Ich bin übersät mit roten Pusteln und könnte mich am liebsten auf den Boden werfen und winden.
Als wir in der Apotheke nachfragten, was es sein könnte, und der Apotheker meinte, es sind wohl Tierbisse, war ich erst beruhigt. Hatte nämlich schon an Windpocken gedacht.
Noch in der Apotheke wurde mir so furchtbar schwindelig, dass ich mich auf den Boden legen musste, um einen Abflug zu verhindern. Die Leute in der Apotheke waren so nett, gleich ein Kissen und ein nasses Handtuch zu holen. Außerdem riefen sie bei einem Arzt an und die eine Frau fuhr uns sogar mit ihrem Auto dort hin.
Tja, das Ende vom Lied: ein Infekt. Keine Ahnung was genau es ist, aber es ist definitiv nicht von Tieren, sondern wohl so etwas wie Windpocken. Husten, entzündeter Hals, wahnsinnig juckende Pocken (merkwürdiger Weise nicht am Brustkorb!?!), Fieber und Schwindel (hoher Blutdruck). Der Arzt meinte, ich hätte es aus Deutschland mitgebracht, denn es ist erst das zweite Mal, dass er sowas sieht. Das erste Mal war auch eine Deutsche.
Wenn es morgen noch schlimmer ist, soll ich unbedingt ins Krankenhaus.

Hat jemand eine Idee, was es sein könnte? Alle Vorschläge bitte als sms an Carinas Handynummer schicken oder an mich als mail.


Ich könnte heulen. Hoffe nur, Carina hat sich nicht angesteckt und bleibt gesund.
Super Urlaub und nebenbei müsste ich doch die DA noch fertig schreiben.

Ich verstehe das nicht. Was soll das denn? Ich meine, so viel Pech kann man doch gar nicht haben. Ich will hier nicht rumheulen, aber es geht ja noch weiter:

Carina und ich haben doch tatsächlich eine meiner Kreditkarten verloren. Wir haben sie eben sperren lassen und zum Glück hat noch niemand was damit gemacht. Vielleicht haben wir sie auch nur in unseren Sachen verbummelt. Aber sicher ist ja bekanntlich sicher.

Ich kann mich nur wiederholen: Sie sagten, es hätte schlimmer kommen können – und es kam schlimmer.

Mal sehen, was in Alice Springs alles passieren wird ...

Bis zum nächsten Erlebnis
Tim aus Jexas, alias Helenitchylikehell
26.2.08 09:04


Bericht VI, Nachtrag zu Sonntag, 24.02.

Rückblick:

Am Sonntag war neben dem Fringefestival auch das große Clipsal 500 Autorennen hier in der Stadt. Die Wagen haben schätzungsweise die gleiche Klasse wie die Deutsche Touren Meisterschaft, aber genau kann ich das auch nicht sagen.
Eigentlich hat uns das Autorennen auch nicht so brennend interessiert, aber Reiner, ein ausgewanderter Hesse (erst nach NZ und jetzt in OZ) hatte raus bekommen, dass als special feature Carlos Santana mit Band am Abend auftreten wird.

Wann bekommen wir schon mal die Chance Santana live zu sehen? Eben, deshalb haben wir uns Tickets für das Rennen besorgt ('tschuldige Nils, aber den Tipp konnte ich nun wirklich nicht annehmen) und sind um 12 Uhr zu dem abgeriegelten Bereich.
Holla die Waldfee war da was los. Ich war in Deutschland noch nie bei so einer Veranstaltung, aber das war noch mal ein openair Festival für sich. In der Mitte war das große Bühnen oval, mit gigantischen Displays auf denen man das Rennen verfolgen konnte.
Vor Beginn des Hauptrennens gab es noch eine Flugshow von vier Armeefliegern.

Direkt über unseren Köpfen, so dicht, dass man auf den Fotos die Beschriftung lesen kann! Sehr cool, aber vor allem sehr LAUT.


Von dem Rennen haben wir immer nur Teile mitbekommen. Zwischendurch bin ich mit der Kamera immer mal wieder zur Strecke gegangen, um ein paar Fotos zu machen. Diese Autos zischen ein einem wahnsinns Tempo an einem vorbei, sodass man nicht wirklich viel sehen kann. Außer, wenn mal wieder das Safetycar draußen war, wegen einem der heftigen Unfälle – was ungefähr sechs Mal passiert ist.
Wir lagen auf der großen Wiese vor der Bühne und sind phasenweise sogar weggenickt. Zum Glück war es fast den ganzen Tag bewölkt.
Gewonnen hat ein Herr namens Whincup, der auch die letzten Rennen in Folge gewonnen hatte (Name = Programm).
Soviel zum Rennen.

Im Anschluss gab es zwei Vorbands: eine nur in Adelaide bekannte und eine in South Australia wohl sehr bekannte (Doc Nelson's Angels oder so ähnlich). Komischer alter Mann, haben bekannte Lieder gespielt, waren ganz okay, geliebt von den Australiern.

Um 19 Uhr wurde die Bühne umgebaut, Instrumente rein getragen, Monitore (Boxen) aufgestellt, ...
und die ersten Musiker haben ihren Platz eingenommen: ein Pianist, ein Gitarrist, ein Trompeter, ein Posaunist, ein Schlagzeuger, ein Perkussionist, ein Trommler (?, Congas und Bongos etc.), ein Bassist und zwei Sänger.
Ganz leise fing im Hintergrund Musik an und auf den großen Displays sah man die weiße Taube (wie in einem der Videos von Santana).
Die Musik wurde lauter und auf einmal kam ein kleiner Mann mit Mütze auf die Bühne und stieg mit seiner Gitarre in die Musik der anderen mit ein.

Carina und ich dachten beide gleichzeitig: Hey, Helge Schneider ist dabei! Hehe, Carlos Santana sieht ihm zum Verwechseln ähnlich. Aber der Unterschied war ziemlich schnell hörbar.
Darauf folgten zwei Stunden Konzert, plus einer halben Stunde Zugabe und einer Videoshow von Santana (über die Jahre), plus weißer Taube am Ende.



Es war unbeschreiblich!!! Deshalb kann ich hier nicht mehr darüber schreiben. Aber ihr könnt sicher sein, dass Carina und ich immer wieder davon erzählen werden.

Um halb zehn läutete ein zwanzig minütiges Feuerwerk das Ende der Veranstaltung ein und wir sind mit den anderen tausenden Menschen über die Rennstrecke zum Ausgang gebummelt. Jeder von uns einen anderen Ohrwurm vor uns hersingend.

Alles Liebe
Helenfreedomdovedownunder
26.2.08 09:04


Bericht V, 23.02., Adelaide

Wieder in der Bibliothek zu Gast.


heute habe ich leider keine Zeit viel zu schreiben, aber dafür gibts wieder Bilder.

Wir haben hier Verena aus Hessen kennengelernt, die das Essen in der Bar unseres Backpackers macht.

sehr kleine Küche, viel Arbeit und dann auch noch der freie Apple Pie ;-)

Gestern waren wir zum ersten mal aus. Für mich war es sogar das erste mal seit monaten, denn durch die Diplomarbeit bin ich abends ja nicht mehr weggegangen.


Ähnlich wie Kirmes oder Rummel. Weniger Essen und Trinken, als kurioses, wie zum Beispiel die Silent Disco:


Sehr coole Idee und extrem Geräusch arm. Sieht vor allem von außen witzig aus, wie die Leute alle scheinbar ohne Musik tanzen.


War ein sehr schöner Abend, zumal auf einer großen Bühne mit Displayshow dann auch noch live elektro gespielt wurde.
--> Thor, du hättest deine Freude gehabt. Ich hatte sie.


Jetzt muss ich hier mal aus dem Quark kommen und weiter arbeiten, also make it good
helencelebratingdownunder;
23.2.08 04:21


Bericht IV Freitag, 22.02.

Wie auch gestern schon, sitze ich heute wieder in der State Library und schreibe an meiner Diplomarbeit. Naja, erstmal surfe ich, denn ich muss ja auf dem Laufenden bleiben, was bei euch daheim so alles passiert.

Ich kann gar nicht glauben, das wir erst seit einer Woche in Australien sind. Mir kommt es schon viel länger vor.

In Adelaide sind immer, also wirklich IMMER irgendwelche Festivals. Manchmal auch mehrere auf einmal. Heute beginnt das Fringefestival. Außerdem ist hier in der Stadt Autorennen. - Ähja, genau, IN der Stadt.
Muss sowas wie DTM sein, also Tourenwagen. Bin schon gespannt, wie das wird.
Außerdem ist am Sonntag Carlos Santana da und gibt bei dem Rennen ein Konzert. Leider sind die Tickets für uns nicht erschwinglich.

Gestern Morgen ist Carina in der Küche beim Frühstück (ist incl.) mit ihren tollen roten Flipflops oder thongs, wie die Dinger hier heißen, so arg am Boden festgeklebt, dass der Zehensteg abgerissen ist. - ich muss schon wieder lachen, wenn ich nur dran denke - Da hatte wohl irgendwer Marmelade verkleckert und die ist hier so richtig süß. Da babbt alles fest.

Ansonsten sind die Tage hier nicht so spannend. Carina war gestern das erste Mal am Strand, war aber nur mit den Füßen im Wasser, denn es war hier nur 23 °C warm (hehe).


Heute braucht ihr nicht neidisch zu sein, denn das Wetter ist richtig schlecht, es ist um die 20° und es nieselt. Nich schön, aber mir solls egal sein. Sizte hier klimatisiert.

In unserem Backpackers ist nicht nur das Frühstück inklusive, sondern auch warmer Apple Pie mit Sahne, jeden Abend um acht. Aber man muss on time sein, denn der ist um 5 nach acht schon auf. Alle sind ganz wild auf den Kuchen.

So long
Helendownunder, already peeled

--> Jetzt hat Carina die Pellerei
22.2.08 01:58


Bericht III, Mittwoch 20.02.

Wir haben just Montag Abend unser Gepäck bekommen. (Und Nils Umlaute sind auch angekommen ;-)
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schöne das war.
Wir sind dann auch sogleich downtown gefahren, um uns noch Zugtickets für den nächsten Tag nach Adelaide zu kaufen.
>Melbourne ist auch Nachts eine Perle<

Eine Straßenbahn, extra für uns Liebhaber des Flying Circus.


Am Dienstag früh ging es um halb sieben vom Pints on Punt (unser Backpackers mit der Bar) auf zum Bahnhof und in den Zug. Leider mussten wir nach gut zwei Stunden in den Bus wechseln. Aber: hier sind die Langstrecken-Busse nicht so beengt wie bei uns. Wir hatten richtig viel Beinfreiheit und weitere neun Stunden Reise vor uns.
Schon am Montag war es in Melbourne ganz schön heiss geworden, aber was wir auf der Fahrt erlebten, war in keinster Weise damit vergleichbar. Bei einem Raststop dachte ich, ich würde vorm Motorblock des Busses stehen, aber nein. 37°C und eine mijooooon Prozent Luftfeuchtigkeit. Das war wie eine Wand, gegen die man lief, wenn man aus dem klimatisierten Bus stieg.

Abends in Adelaide angekommen brauchten wir zuallererst mal ein Zimmer. Leider ist die Stadt so gut wie ausgebucht und alles was wir bekommen haben waren zwei Betten in einem achter.

In Adelaide war es den ganzen Abend noch über 30°C und ist erst Nachts mit plötzlichem Wind abgekühlt.
Heute Morgen ist es so kühl, wie an noch keinem anderen Tag hier in OZ. Carina beschwert sich auch schon wieder, dass sie jetzt friert.

Wir haben uns auf den Weg in die Bibliothek gemacht, denn ich habe hier ja noch einiges zu tun. Diese Idee hat sich als noch besser als erwartet herausgestellt, denn hier gibt es freies Internet, mit meinem eigenen Laptop. Nur email kann ich nicht richgtig abrufen, dass haben sie wohl gesperrt. Bestimmt aus gutem Grund.

Hier ist auf jeden Fall die optimale Umgebung, um mich auf den Endspurt zu begeben.

Die Situation meiner Füße verschlechtert sich, weshalb ich die einzige Person im Backpackers bin, die mit sneakern rumrennen muss. Nicht gut. Ebenso der Sonnenbrand auf meiner Stirn. Das ist auch der Grund, warum es vorerst keine Nahaufnahmen von mit geben wird .

Fotos kommen dann in den nächsten Tagen, hab vergessen sie auf den Stick zu ziehen.


Liebe Grüße
Helenpeeledoff
20.2.08 02:45


Bericht II Nachtrag von Montag, 18.02.

Hallo ihr Winterhocker (außer Lena-Marie)

Heute ist Tag drei in Melbourne
(eigentlich wollten wir gestern schon nach Adelaide) und wir haben unser Gepäck immer noch nicht!!! Langsam aber sicher setzt somit auch der Koller ein, denn wir haben wirklich keine Lust hier noch länger zu sitzen und zu warten.


Sitzen ist ein gutes Stichwort: ich kann nicht mehr laufen. Nachdem wir den Samstag über in unseren dicken Wanderstiefeln acht stunden durch die Stadt getigert sind, haben wir uns abends flipflops gekauft.
Tja nun, wie das so am Beginn der saison ist und vor allem wenn die flipflops neu sind: man bekommt Schwielen. bei mir ist es leider nicht bei schwielen geblieben und so waren gestern nach kurzer Zeit meine Füße an allen erdenklichen Stellen hin. Gut, dass ich Betaisodonna-Salbe mit habe. Schlecht, dass sie im Rucksack ist :-(
So geht es uns mit allen Sachen. Ständig sagt eine von uns: "Tja, das hätte ich im Rucksack"

Ein Laden auf der Chapelstreet. Carina wollte mich davor fotografieren, aber was zu weit geht, geht zu weit ...

Hilft alles nichts.
Wenn die Rucksäcke heute nicht kommen, werde ich wirklich böse, denn drei Tage ist doch wohl alleroberste Schmerzgrenze!

Zum Wetter: Hier ist es richtig heiss! wir haben ca. 30 °C, aber durch einen steten Wind lässt es sich gut aushalten.
Leider ist unsere Sonnencreme auch - wo? - na klar, im Rucksack. So mussten wir uns am Samstag erst welche kaufen. Nur: bis wir Geld hatten und in die Stadt gelaufen waren, waren wir auch schon beide ganz ordentlich verbrannt. Super! Am ersten Tag gleich mal einen Sonnenbrand mitgenommen, als wenn dafür nicht noch 65 Tage vor uns lägen. Mich hats vor allem im Gesicht erwischt und das so arg, dass ich mich seit heute morgen schmerzhaft pelle.

Ihr könnt mir glauben, ich habe richtiggehend Angst vor allem, was noch schief gehen wird. kann mir nicht vorstellen, dass eine so ausgeprägte Pechsträne aprubt enden wird.

So viel erstmal vom anderen Ende der Welt. Seid alle lieb gegrüßt!
20.2.08 02:19


Welcome to Autralia

Donnerstag, 14. Februar:
5.00 Uhr Flughafen Duesseldorf

Wir waren hundemuede.
Beim Eintreten in die Halle stellte Kiki fest: annuliert! Meine Reaktion: "alles klar, veraeppel uns nicht". Aber leider stimmte es, British Airways hatte unseren Flug nach London annuliert. Also ab zu deren Schalter. Dort stellte sich heraus, dass wir mit der Lufthansa nach London fliegen. Schoen, schoen. Auf zu deren Schalter und das Gepaeck einchecken. Ging aber nicht, weil unsere Rucksaecke zu gross sind. Hmm, heavy duty bzw. oversize, war ja klar. Auf zum Sondergepaeckschalter.

Nach dem Einchecken war der erste Schrecken der Annulierung wieder abgeflaut, welcher jedoch im Flugzeug von einem neuen direkt abgeloest wurde: der Gesamtrechner der deutschen Flugsicherung, welche den Flugverkehr ueber Deutschland regelt war abgestuerzt!!! Es konnte kein Flugzeug starten. Da wir in London 4 Stunden Aufenthalt hatten, konnten wir relativ ruhig bleiben. Zum Glueck ging es statt der erwarteten Stunden, bereits nach 30 Minuten weiter.

Ab nach London Heathrow.

Dieser Flughafen ist nicht wirkliche eine Perle, aber immerhin gab es genuegend Sitzmoeglichkeiten, die von mir auch gleich zu Liegemoegliochkeiten gemacht wurden, denn im Gegensatz zu Carina hatte ich im Flieger kein Auge zu gemacht. Die meiste Zeit hab ich in London also geschlafen.


Um dreiviertel eins ging es dann mit Quantas weiter nach Hong Kong.
Mit einer Boing 747. Heidewitzka sind diese Dinger riesig!!!
Leider sassen wir an der Tragflaeche, sodass wir weder gescheid raussschauen, noch entspannt reden oder fernsehen konnten (unglaublich laut auf diesen Plaetzen).


Der tolle Sevice von Quantas gleicht die arg beengte Beinfreiheit wieder aus. Wir wurden den ganzen Flug ueber mit Essen vollgestopft, bevor wir ueberhaupt an Hunger denken konnten.

Meine Erkaeltung fand fliegen leider gar nicht gut. Nur soviel sei gesagt: ich weiss seitdem, wie sich brennende Verbindungskanaele zwischen Ohren, Augen und Rachen anfuehlen.

Freitag, 15.02.
Nach ca. 13 Stunden waren wir in Hong Kong.

Von dort ging es eine Stunde spaeter, incl. einer Stunde Verspaetung endlich auf die letzte Etappe. Ziel: Melbourne.

10 Stunden spaeter hatten wir unser Ziel endlich erreicht. man vergisst doch tatsaechliche zwischendurch, dass es irgendwann dann doch zu Ende sein wird.

Nach dem so unglaublich viel schief gegangen war, konnte es doch eigentlich nicht mehr schlimmer werden, oder?
Abwarten.

@Dina: Sie sagten:"es haette schlimmer kommen koennen" und es kam schlimmer.

In Melbourne mussten wir erstmal ALLES an Lebensmitteln schweren Herzens in den Muell werfen, durch die Passkontrolle und an einer gesonderten Stelle auf unser oversized Gepaeck warten.
Leider kam da aber kein Gepaeck.
Auch nach einer Stunde noch nicht.
Und auch nach 1,5 stunden noch nicht.
Bei der Beschwerdestelle erfuhren wir dann, dass unsere Trekking-Rucksaecke LOST waren - wech, nicht da, irgendwo anders.

Waehrend unserer ganzen Warterei hatte unser Abholservice beschlossen, schon mal weg zu fahren, denn er hatte ja auch noch andere Passagiere. Nun standen wir ohne Gepaeck, ohne Geld und ohne Transfer um Mitternacht am Melbourner Flughafen. Toll.
Zum Glueck war die Infofrau sehr nett und hat unseren Fahrer (sie kannte ihn) angerufen und bescheid gegeben, dass wir nun doch da seien und gerne abgeholt werden moechten.


Samstag, 16.02.
Ihr glaubt es nicht.
Um ca. 2 Uhr morgens erreichten wir unseren Backpackers (geplant war ca. 23 Uhr) und dadaaaa: es gab nur ein Bett!!!! Ahhhhhrg. Ich hatte das alles extra aus Deutschland gebucht und die habens einfach verpeilt und mein Bett jemand anders gegeben. Aber alles halb so wild, denn ich konnte in einem anderen Zimmer unterkommen.

Geschlafen haben wir dann eh nicht lang, denn bis wir im Bett waren, war es bereits halb vier und um 9 sind wir schon wieder zum Fruehstueck runter.

Nachmittags mussten neue Plinten und Shirts her, damit wir die anderen (welche wir seit drei Tagen anhatten :-() endlich mal waschen konnten.

Heute ist der zweite Tag und unser Gepaeck ist immer noch nicht da. Wir haben jetzt um einen Tag verlaengert. Wenn wir Pech haben (und davon haben wir ja nun eigentlich ne ganze Menge dabei), koennen wir erst Dienstag nach Adelaide weiter. Nicht gut, denn da muss ich die Arbeit fertig schreiben und brauche so viel Zeit wie moeglich.

Ausserdem: ICH WILL MEINE SACHEN!!!!!!

Achja, hehe, und ganz nebenbei: Melbourne ist super!
Nicht so schoen wie Sydney (vielleicht revidiere ich das in einem Monat), aber toll. So sollten Grossstaedte sein. Kein Vergleich mit den haesslichen Dingern in Europa und schon gar kein Vergleich mit Dortmund (hehe).


Bis zum naechsten Internetbesuch;

P.S.: der Husten ist immer noch da und arg, sodass mich bestimmt schon alle Zimmergenossinnen hassen
17.2.08 03:35


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