Karla Kolumna
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21.04.08 Letzter Stop - Singapur

Juhu und Hallo aus Singapur.

Diese Stadt ist der Wahnsinn. Verrueckt. Reich. Sauber (aber nicht so arg wie erwartet).

Wir sind gestern hier aus Darwin angekommen und es hatte abends um acht noch 25 Grad C plus ca. eine mijooooooonen Prozent Luftfeuchtigkeit.

Humidity ist hier krass. Alles ist permanent nass. So riecht es in unserem Hostel/Hotel auch wie in unserem alten Keller in Do. Schimmeldunst liegt in der Luft. Noch dazu haben wir keine Fenster in unserem Zimmer und die Klimaanlage laeuft in einem durch.

Wir waren den Morgen, Mittag und Vormittag - shoppen, was sonst. Hier kann man das wie an kaum einem anderen Ort der Welt. Zum Glueck sind unsere Konton bereits leer und unser Gepaeck uebervoll, so kommen wir nicht weiter in Versuchung.

Den Abend haben wir im Nachtzoo verbracht - Night Safari.
Dieser Zoo ist Mitten in den Jungel gebaut und befindet sich trotzallem noch Mitten in der Stadt. Sehr toll mal Tiere bei ihrer natuerlichen Nachtaktivitaet zu beobachten. Gigantische Fledermaeuse nur 10 cm neben sich fliegen bzw. baumeln haben ist schon spooky. Dabei fressen diese wirklich mopsgrossen Flughunde ausschliessliche Fruechte. An der Tuer steht ein Schild, dass man in das Gehege nur reingehen sollte, wenn man sich sicher ist, dass man keine Angst vor Voegeln und Fledermauesen hat. Zu Recht, denn die schwirren einem darin nur so um die Ohren.

Leider hatten wir kein Repellent mehr, sodass wir jetzt wahrscheinlich einen Eintrag in den Pschyrembel bekommen, oder wahlweise auch ins Guinnesbuch, denn wir haben so viele Mueckenstiche, dass es kaum eine Stelle gibt, die nicht juckt.


Morgen werden wir eine ausgiebige Stadtrundfahrt machen, um dann um 19 Uhr am Flughafen einzutrudeln.

Heute war nun also unser letzter kompletter Tag in der Ferne.


... und so zerbroeselt der Keks nunmal

Helenmulticulturalinfluenced
21.4.08 16:56


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And now I know, the end is near ...

Hallo liebe Leser. Leider bin ich mit den Berichten arg im Verzug. Das Schlimme ist auch, dass die Haelfte bereits geschrieben auf meinem Laptop schlummert, aber immer von mir vergessen wird, wenn wir zum i-netcafe gehen.

Heute ist unser letzter Tag in Australien gewesen (es ist halb neun Abends) und morgen fliegen wir nach Singapore. Nach zwei Naechten gehts dann weiter heimwaerts. Ich werde von daheim aus noch Berichte online stellen, fuer alle die es interessiert, wie es nach dem Abschlappen in Eungella weiter ging. Ich kann soviel sagen: es ist viel passiert!


Jetzt sind Carina und ich erstmal richtig auf Singapore gespannt :-) und darauf, wieviel unser Gepaeck wohl wiegen wird :-(.

Liebe Gruesse und hoffentlich bis bald in ''Farbe und Bunt''


Helenlastdaydownunder
19.4.08 12:50


29.03. Mackkay

So früh sind wir wohl seit unserem Abflugtag in Deutschland nicht mehr aufgestanden: 5 Uhr dreißig klingelte der Wecker. Als ich den ersten Blick aus meinen Ausguckfenstern warf, sah ich schon erstes Dämmerlicht. Da ich nichts verpassen wollte, war ich innerhalb von einer Minute wach und auch schon von meinem Deckenbett herabgeklettert (auch hier wieder keine Leiter für Helen, wobei im Bulli auch absolut kein Platz dafür wär).
Als wir mit unserem Kaffee am 50 Meter entfernten Strand ankamen, war die Sonne immer noch nicht aufgegangen. Zum Glück, denn so konnten wir einem unglaublichen Spektakel beiwohnen:
Kängurus, die morgens an den Strand kommen, um Salzwasser zu trinken!


Grade eben sitze ich mit Kiki in unserem Bulli an einer Straße mit 12 % Steigung und warte auf den Abschleppdienst. Der hat bestimmt seine wahre Freude hier raufzufahren. Ich musste ja schon teilweise im 1. Gang hochjuckeln.
Das alles kam so:
Wir sind von Cape Hillsborough aus in die Berge gefahren. Auf dem ersten Stück noch in Küstennähe sprang plötzlich ein Känguru aus dem Zuckerrohrfeld mit einem Satz mir direkt vor den Wagen. Carina kreischte unglaublich laut und ich bremste unglaublich stark. Zum Glück hat dies ausgereicht, um uns vor einem Wildunfall zu bewahren. Ob es jetzt mehr an meinem Bremsen oder doch an Carinas gewaltigem Stimmeinsatz lag, sei dahingestellt. Ich glaube es war ein bischen von beidem.
Nach dem der Schrecken (einer unserer vielen auf dieser Tour) sich gelegt hatte und meine Ohren nicht mehr klingelten ;-), fuhren wir nach Eungella („Young-gulla“) hoch in die Berge, um nach Schnabeltieren Ausschau zu halten.


Fortsetzung folgt (hab vergessen sie auf den Stick zu kopieren)
16.4.08 10:27


Foddos!!!

Wollt ihr was sehen, zu dem was ihr gelesen habt? Dann schaut links unter "Fotos".

Hoffe euch gefallen die berichte und Fotos!
31.3.08 11:44


26.-28.03.

26.03. Bundaberg
(Diesen tollen Tag mal in Stichworten, da ich keine Zeit habe ihn auszuschreiben)
7 Uhr Bootstour nach Tin Can Bay, Whistle Hawk vom Boot aus fotographiert
Delfine gefüttert
Rainbowbeach am Strand, Wellen bekämpft
auf dem Rückweg ist der Kühlschrank in einer unnötigen Abbiegaktion komplett in das Wageninnere entleert worden
Auspuff hat angefangen zu scheppern
Abends in Bundaberg angekommen wurde ein Kreisverkehr dem Besteckfach zum Verhängnis. Zum Glück ist Carina und mir das große scharfe Messer nicht zum verhängnis geworden. Stattdessen ist es direkt hinter meiner Kopfstütze gelandet. Allerdings wurde Carina um ein Haar von einem Spaghettilöffel attackiert worden ;-). Hört sich jetzt alles lustiger an, als es in dem Moment für uns war. Wir hatten alle einen ganz schönen Schrecken.
auf dem Campingplatz waren ganz schön merkwürdige Leute. Alle unter betrunken oder unter harten Drogen. Außerdem haben Carina und Kiki ihr erstes Possum getroffen.

27.03. Town of 1770
Morgens in Bundaberg mussten wir zu aller erst unsere Autovermietung anrufen, um von ihnen eine Werkstatt genannt zu bekommen. Nachdem wir mit der Werkstatt einen Termin ausgemacht hatten, konnten wir zu unserem Haupttagesziel aufbrechen: die Rumdestillerie von Bundaberg-Rum (die mit dem Eisbären). Zwar konnten und wollten wir uns die komplette Tour durch die Anlagen für 12 € nicht leisten, dennoch konnten wir einen Rundgang im Visitorcenter machen, welcher (natürlich) einen Rumprobe beinhaltete (Rumfahren, Rumlaufen, Rumschauen, Rumstehen -> Rumtrinken!).
Danach den Wagen abgegeben und ab in die Stadt zum Shoppen. Obwohl wir ja nun eigentlich nichts kaufen wollten, kamen Carina und ich wieder mal nicht drumherum unser Rucksackvolumen aufs äußerste zu reizen. Wir können nur hoffen, dass wir mit allem auch nach Hause kommen.

Zum Glück konnten wir am Nachmittag unseren Bulli wieder heile mitnehmen. Einen weiteren Tag in dieser Stadt hätte keiner von uns ertragen. Hier laufen nur Bekloppte und Besoffene rum. Wobei Rum wahrscheinlich genau das richtige Stichwort dazu ist ...

Sobald wir den Wagen wieder hatten, sind wir auch schon auf und davon Richtung 1770.
Also nicht in das Jahr („Wach auf MacFly“), sondern in die einzige Stadt der Welt mit einer Zahl als Namen. Um Verwechslungen zu vermeiden wird sie auch „Town of 1770“ genannt.
In Australien ist der Himmel weiter weg, als bei uns in Europa. Genau erklären kann ich das nicht, aber jeder der mal in den Tropen war, wird mich verstehen können. Selbst wenn Wolken am Himmel sind, scheinen sie nie so nah, wie bei uns daheim.
Auf dem Weg nach 1770 erlebten wir unserer erstes richtiges australisches Gewitter. Holla, die Waldfee. Mehr muss ich wohl nicht sagen.

28.03. Cape Hillsborough
1770 ist ein eher unspektakulärer winziger Ort mit toller Küste/Strand, wobei jedoch ab diesem Breitengrad baden an den Stränden ohne schicke Netzanzüge absolut tabu ist. Zumindest von Oktober bis Mai.
Netzanzüge? Zum Baden?
Lässt sich ganz einfach erklären: Quallen. Aber nicht irgendwelche ungiftigen. Nahein, denn wir sind ja in Australien! Der Ort an dem alles 10 mal giftiger als in Europa.
Hier schwimmen TÖTLICHE Quallen am Strand rum!!!
Wenn man keinen „Stingersuite“ (Quallenanzug) besitzt, braucht man gar nicht erst die Badetasche packen. Allerdings gibt’s die Dinger hier an jeder Ecke für ca. 35 A$ (ca. 20 €) zu kaufen.
Is klar, dass ich Pummelfee mir so ein schwarzes Netzteil anziehe, oder waaas?!

Die Orte Gladstone und Rockhampton passierend machten wir und weiter auf nach Norden. Dabei überquerten wir den südlichen Wendekreis der Sonnen („Tropical Capricorn“ - trennt die Tropen von den Subtropen). Ab jetzt sind wir also in den Tropen. Haben wir auch gemerkt, denn es hört seitdem nur noch selten auf zu regnen.

An einem Rastplatz am Strand ging ich aufs Klo und nach Abziehen der Spülung tauchte auf einmal etwas dunkles in der Schüssel auf (was definitiv nicht von mir war). Mit einem kleinen „KRAIIIISCH“ und einem Satz war ich aus der Kabine und musste beim Blick zurück auch schon loslachen. Es war nicht wie erwartet eine Schlange, sondern ein kleiner Frosch, der sich im Spülkasten eingenistet haben musste und von mir jäh ans Tageslicht gefördert wurde.
Tagesendziel war Cape Hillsborough, ein Campingplatz in einem Naturschutzgebiet am Ende einer Straße (hier gibt es viele Straßen, die einfach enden, zumeist kurz vorm Meer).
Es war stockenduster als wir ankamen (mal wieder, denn hier geht die Sonne schon um 18 Uhr unter)
31.3.08 11:35


18.-25.03.

18.03.08 Forster
Heute Morgen haben wir nach einem tollen Sonnenaufgang auf dem Balkon von Steffis und Christians Wohnung mit obligatorischen Blick auf Bondi Beach (!!!) uns auf den Weg gemacht, die Ostküste zu erobern. Unser erster Stop war Mittags in Tea Garden bzw. Hawks Nest für Fish & Chips, Chips und Chickenschnitzelburger (Schnitzel bleibt Schnitzel, baba – gell Nils?!). Der Strand hier ist gigantisch lang, beinahe ohne Menschen und mit leuchten blauem Wasser. Aber mit Box-Jellyfish (fiese kleine Quallen die kugelig rund sind und eine lange blaue Tentakel haben – giftig natürlich).
Nachmittags machten wir Stop in Port Macquarie für einen Kaffee und einem Foto in Rocky Beach (???).
Abends kamen wir gerade noch rechtzeitig um in Forster einen Stellplatz auf dem Campingplatz zu bekommen. Nach acht wurde da keiner mehr reingelassen.



19.03. Hat Head
Morgens sind Kiki und Carina schon spazieren gegangen, als ich noch in meiner Dachkoje lag und meine Klüsen entspannt habe. Als sie um acht Uhr wieder kamen konnten sie von Delphinen berichten. Ich habs leider verpasst, denn wir sind später shoppen gegangen, statt noch mal zum Harbour zu laufen. Dafür habe ich jetzt einen neuen Bikini (hoffentlich komme ich auch noch mal dazu ihn auzuprobieren) und Carina und ich haben Surfshorts (die hier ja eigentlich auch obligatorisch sind), sowie Sonnenbrillen für jeden von uns.

Um was zu erleben und Geld zu sparen sind wir abends zum ersten Mal nicht auf einen kommerziellen Campingplatz, sondern auf einen wild Campingplatz der Naturschutzbehörde gefahren. Die Fahrt dorthin war etwas diffizil, da die Straße keine sealed road (geteerte Straße), sondern eine dirt road war (die wir auch eigentlich nicht wirklich fahren dürfen). In Hat Head an der Tankstelle wurde uns von einem lokal geraten diesen Campingplatz zu nehmen, die Straße dorthin sei okay. Hmm, okay und okay sind halt zwei verschiedene Paar Schuhe, wie Mama sagen würde.

Nach einer viertel Stunde Fahrt mit ca. 15 km/h durch Schlaflöcher zum Leichenverbuddeln kamen wir im Stockdunkeln auf einer großen Rasenfläche an. Wir waren zum Glück nicht die einzigen. Es standen hier und da in den Ecken weitere Camper. Außerdem gab es zwei Plumpsklos auf Bakterienbasis, welche ertstaunlich sauber waren. Alles in allem war der Platz von der ersten Minute an ganz schön unheimlich.
Nach dem Essen saßen wir gemütlichen im Bulli, als Carina plötzlich aufsprang und meinte in der Ecke säße eine Spinne. Ich wollte mich schon aufregen, weil sie so ein Aufhebens wegen einer Spinne macht als ich das Mopped entdeckte. - Pffft, ich muss sagen, äh, hui. Also sowohl mir als auch Kiki ist beim Anblick von diesem Monster ganz schön die Muffe gegangen. Wir hatten eine handtellergroße Spinne in unserem Bus sitzen, bei der JEDEM von euch auch unwohl gewesen wäre. Ich bin nach draußen, habe die Heckklappe geöffnet und Kiki hat Thekla mit dem Handfeger einen eindeutig abschlägigen Bescheid erteilt (Gruß an die Kroatientruppe und Herrn W. D.).
Einige Zeit später, als der Schrecken langsam verdaut war, wollten Carina und ich mit meinem Headlight bewaffnet (und noch ein Gruß an Nils, die ist echt super und ich bin heilfroh sie zu haben) zum Klo, als Carina nichtsahnend und vor allem nicht nach vorne schauend (sondern den Boden nach Monsterspinnen absuchend) beinahe in ein Känguru reingerannt wäre. Da sie sich bei mit untergehakt hatte, war es nicht allzu schwer sie davon abzuhalten. Allerdings machte sie beim Anblick der Tiere (ca. 130 cm hoch) auf dem Absatz kehrt und preschte Richtung Bulli zurück. Ich bremsend hinten dran hängend, da ich mir die Tiere gerne noch angeschaut hätte. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich mich vor Lachen nicht mehr eingekriegt habe. Carina musste, am Bus angekommen, auch Lachen und Kiki kam fragend heraus. Die Kängurus sind derart an Menschen gewöhnt, dass wir bis auch zwei Meter an die herantreten konnten. Jedoch mit mulmigem Gefühl, denn keiner von uns hat Lust auf eine Keilerei mit einem Känguru-Männchen, welches womöglich plötzlich zum Schutz seiner Herde aus dem Gebüsch geschossen kommt.
Das war genug Aufregung für einen ganzen Monat.
Auch war es gar nicht so einfach beim Gedanken an die Spinne beruhigt einzuschlafen.


20.03. Coffs Harbour von Carina
Gesagt, getan, wir haben dann doch noch eine einigermaßen schlafreiche Nacht hinter uns gebracht. Dies sollte aber nicht bedeuten, dass der Schrecken an diesem Morgen ein Ende nahm. Ich ging morgens zum mehr oder weniger „Openair-Klo“ und traute mich nur etwas zaghaft die Wiese zurück zum Bulli zu überqueren.....Warum? Der Boden vibrierte [oder sagen wir mal rumpste], „geringfügig“ unter unseren Füßen. Pfumpf, pfumpf, pfumpf, pfumpf machte es, während Helen und Kiki aus der offenen Bulliheckklappe [und Gott sei Dank saßen sie im Bulli] heraus das Riesenkänguru vorbeihüpfen sahen, so ca. 5 cm von ihnen entfernt. Ich habe mir das ganze Spektakel aus der Toilettenperspektive angeschaut und gleichzeitig beobachtet, wie das Känguru auf einen unserer Campingnachbarn zuhüpfte. Als dieser registrierte, dass es penetranterweise seine Hüpfroute nicht verließ, ist er dann doch noch aus seinem gemütlichen Campingstuhl gewichen und hat Platz für das „Hüpfgeschoss“ gemacht. Jetzt konnte ich meine Toilettenperspektive verlassen und mit den anderen beiden Rücksprache halten. Dies endete, wie bei fast all solchen für uns Europäer manchmal etwas suspekt erscheinenden Aktionen in einem [wie kanns auch anders sein] großen Gelächter. Nach dem Schrecken und einem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Dorigo-Nationalpark. Er ist bekannt für seine vielen schönen Wasserfälle, die wir natürlich nicht verpassen durften. An unserem Lieblingswasserfall (Dangarfall) haben wir unser erstes Schnabeltier gesehen. Eine Art australischer Wolpertinger, halb Ente, halb Otter. Es legt Eier, frisst Würmer und kleine Krebse und hat, wie soll es auch anders sein, giftige Krallen. Nach einer kleinen Stärkung sind wir weiter zum Dorigo-Nationalpark um noch mal eben den einstündigen Walk zum Cristalfall mitzunehemen, vevor es dunkel wurde. Abgehetzt aber glücklich es getan zu haben sind wir weiter nach Coffs Habour um uns dort einen Campingplatz zu suchen. Unseren durchaus erfolgreichen Tag haben Helen und ich mit einer riesen Portion Kingsprawns (Riesengarnelen, 500g für sage und schreibe 2,99A$) und Kiki mit einem Riesensteak für 3,20 A$ ausklingen lassen. Zubereitet in einer für Campingplätze die wir bisher bewohnt haben Luxusküche.


21.03. Carabita Beach bei Brenda Neger
Lookout in Coffs Harbour

Wir haben auf Grund der Osterfeiertage arge Probleme gehabt einen freien Campingplatz zu finden. Zum Glück hatte Frau Brenda Neger (wir können drüber lachen, auch wenns makaber ist so zu heißen) auf ihrem mini Campingplatz noch genau einen Stellplatz frei. Das war echt Glück, denn wenn man sich hier einfach auf einen Parkplatz o. ä. stellt um zu übernachten, kann das schon mal teuer werden. Da es bereits spät war, haben wir außer kochen auch nicht mehr viel hinbekommen.

22.03.
Brisbane
Am morgen besuchten wir den Carabita Beach, der es wert gewesen wäre zu bleiben. Leider war unser enger Zeitplan dagegen.
Deshalb fuhren wir auch direkt nach Brisbane durch, um endlich mal vor Sonnenuntergang auf dem Campingplatz anzukommen.
In der Nacht wurde uns mal wieder eine Stunde geklaut, da wir die Grenze zu Queensland überfahren

---->Liebe Frau Gerstner-Schröder, ist ihnen eigentlich bewusst, dasss ihre Tochter am Gründonnerstag, Karwoche, sich gerne einen hinter die Binde bzw. in die Birne kippt.

23.03.
Coolum bei Noosa (unterhalb von Fraser Island) von Kiki

Das „schöne“ Brisbane am Sonntag morgen zu besuchen erwies sich als nicht besonders einfach, da alle freien parking lots von Autos fleissiger Kirchgänger gefüllt waren. So machten wir mehrere Stadtrundfahrten mit unserem, für Tiefgaragen zu hohen, Campervan. Dass Ganze wurde noch erschwert durch ein plötzlich auftauchendes riesen Polizeiaufgebot mit Blau(-Rot)licht, was sich aber als Aufnahme für eine/n Film/Serie rausstellte auf der wir mit Sicherheit zu sehen sind. Als wir endlich eine Lücke gefunden haben, war die Messe leider zu Ende, so dass wir Ostern eine Kirche ohne Messe besucht haben, aber in den Genuss eines genialen Orchesters (und Orgel) kamen. Den Rest der Stadt erkundeten wir dann per pedes, was Brisbane allerdings nicht viel schöner machte, bis auf kleinere Ausnahmen (botanic garden, Poollandschaft innerhalb des alten Expogeländes). Anschließend wollten wir endlich Urlaub an der viel gelobten „ruhigen“ Sunshine Coast machen. Das ist so geendet, dass wir nach kurzer Suche und einigen Telefonaten, den Caravan Park von Coolum betraten. Carina und ich brauchten nach dem Abend-BBQ mit Chicken Stick und „Würstchen“ eine kleine Pause und nickerten im Bulli als wir Helen mit Aussies reden hörten. Als wir unseren Kopf aus dem Bulli steckten, sahen wir eine Horde angetrunkener Leudde vor dem Bulli, die ihren wohlverdienten Osterurlaub genossen. Tom Cruise war übrigens auch unter ihnen. Es entwickelten sich diverse lustige Gespräche in denen jeder mit jedem redete und neugierig auf fremde Gewohnheiten fragen stellte, die er vom gegenüber mit grösstem Vergnügen beanwortet bekam, dabei floss noch so dass ein oder andere an alkohol in die durstigen Rachen bis alle müde ins Bett fielen.


24.03. Rainbow Beach
Unser erster Tag Regen. Und das, obwohl wir doch zwei Tage „Urlaub“ genommen haben, um mal Sonne und Strand zu genießen. Jetzt sitzen wir hier auf dem Campingplatz in unserem Bulli und entspannen bei Musik, Lesen und Fotos anschauen.
Abends gab es selbst gemacht Burger – sehr lecker. Ich bin pappensatt nach einem dreiviertel.

25.03.
Endlich Urlaub ;-). Leider war kein Sonnenschein-Badewetter, sondern Regen und bewölkt. Deswegen haben wir den Vormittag mit einem gemütlichen Frühstück und Lesen verbracht. Nachmittags sind wir zum sogenannten Fraserisland-Fähranleger gefahren. Die Autofähren legen hier einfach am Sandstrand an. Auf die Insel dürfen nur 4wd (four wheel drive – Allradantrieb) Fahrzeuge und selbst zum Anleger kommt man nur mit diesen Fahrzeugen. Wer vorher stecken bleibt, braucht auch gar nicht rüber setzen, denn auf der Insel gibt es keine Straßen, sondern nur Sand.
31.3.08 11:33


Servus zusammen

Wie vor langer Zeit angekuendigt, kommen hier die Berichte der letzten Tage, bzw. Wochen.

Ihr muesst ganz unten anfangen bei Alice Springs und euch nach oben durchlesen.

Ich hoffe, ihr habt dabei Spass. Wir hatten ihn.

Ganz liebe Gruesse an euch alle, vor allem Annalena, Thorben, Dina und Nils. Eure Nachrichten sind angekommen und ich habe mich sehr gefreut.

Alles Liebe nach Deutschland, dem Wintertraum
Helenfightingthemosquitos

P.S.: Fotos folgen bald
27.3.08 07:42


Zwischeneinwurf!

 „Mach mal schnell das Licht an, ich glaub ich hab die Kippe auf meinem Flipflop ausgedrückt“ Helen
 „Ich fühl mich an wie ein Prittstift“ Carina
 „Man braucht Chaos um Ordnung zu halten“ Carina
 „I became two beer“ Sonja
 „Jelland? Was ist denn Jelland?“ Helen, nach dem Kiki feststellte, dass es wie in Irland aussähe
 Was ist ein Knäker? Wenn Helen Carina den kleinen Zeh umdreht! Ist doch klar. Das klingt auf den ersten Blick brutal, aber mal ehrlich, wie ihr euch denken könnt, ich hatte einen GRUND!
 Wasser trinken ist übrigens nach Ursula (Medizinstudentin im 10. Semester) nur eine Erfindung der Wasserindustrie (Frau A. Becker, bitte an dieser Stelle dein lieblings Aufreger-Foto von Carina einfügen)
 Carina sagt, dass Helen ihre Mutter langweilig findet. Nur weil Mütter immer mehr kochen, als die Leute essen können
 Steffi am Telefon, eine Woche nachdem wir weggefahren sind: „So, genug rumgefahren. Macht euch mal auf den Weg zurück nach Sydney!“
27.3.08 07:33


Sydney

Von Bundanoon fuhren wir mit dem Zug zwei Stunden nach Sydney um endlich unseren Camper Van in Empfang zu nehmen.
Quer durch Kings Cross fuhren wir zu Steffi, unserer Kommilitonin und Auswanderin auf Zeit, und ihrem Freund Christian, nach Bondi. Bondi Beach ist einer der hippsten (auch wenn ich dieses Wort nicht mag) Stadtteile (mit tollem Strand). Steffi empfing uns (nach einem kleinen Verfahrer) auf den Stufen vor ihrem Haus.
Irgendwie komisch, sich nach so langer Zeit ausgerechnet am anderen Ender der Welt wieder zusehen und ich muss auch sagen kennenzulernen, denn wir hatten während des Studiums eher wenig gemeinsam gemacht. Wie sich Studenten halt kennen. Christian kannten Carina und ich vorher noch gar nicht und Kiki kannte keinen der beiden.
Jetzt ist das anders, denn wir belagerten die beiden ganze vier Tage, wobei wir im Camper vor der Tür schliefen. Wir waren ihr erster Besuch für länger und hatten ihre Wohnung auch sehr schnell arg in Beschlag genommen.
Den ersten Tag feierten wir mit Meatpies aus Wooloomooloo (ein Ort/Stadtteil mit ACHT „O“s!!!), Bundaberg-Cola (Rum) und einem Rugbyspiel.
Am nächsten Tag waren wir das erste Mal in Australien im Meer. Gar nicht so einfach bei diesem Wellengang. Die meiste Zeit steht man am Ufer und passt auf, dass man nicht weggespült wird. Mich hat bei einem mutigen Versuch tiefer reinzu gehen eine Welle erwischt und zerlegt, sodass ich um meinem Bikini kämpfend am Ufer auf den Sand geschleudert wurde. Sehr witzig für Carina und Steffi, mäßig witzig für mich, denn das tut ganz schön weh.

Die Jungs gaben sich da tapferer und bewiesen nach eigener Aussage ihre Männlichkeit in den Wellen. Alles gar nicht so einfach. :-)
Abend kochte Steffi für uns und eine italienische Arbeitskollegin Aprikotchicken mit Reis. Sehr lecker! Als wir uns zum Pub aufmachen wollten, wurden wir spontan von Jungs aus einer Wohnung im Erdgeschoss zu ihrer Party eingeladen, wodurch wir auch noch in den Genuss einer Party mit Locals kamen.

Den Sonntag musste Steffi arbeiten und wir besuchten sie in dem Einkaufszentrum in ihrem Geschäft für italienische Designermöbel, mit dem bedeutenden Namen „Kartell“.
Danach trafen wir uns mit Sasha (Barbaras und Peters Sohn) auf eine Cola und schauten uns danach das CBD (Central Buisines District) inklusive Harbour Bridge und Opera House an.
Montag fuhren wir mit der Fähre nach Manly und mit dem Bus quer durch die Stadt wieder zurück zum Zentrum.

Am Abend standen Steffi, Carina und ich auf dem Balkon und erzählten über die Darstellung von Sportarten mit Hilfe von wenigen Gestiken, als meine Brille bei einem ruckartigen Kopfdreher sich von meiner Nase abwärts dem Balkon entgegen bewegte, dort aufprallte, ein Glas verlor und sich dann spontan dazu entschloss doch gleich noch vom Balkon runter in die Büsche zu hüpfen. Da stand ich nun mit einem zerbrochenen Glas in der Hand und ohne anständig sehen zu können, mussten wir das Gebüsch nach dem Gestell absuchen. Zum Glück fand Steffi es wieder. Seitdem kann ich nur noch tagsüber Autofahren (mit meiner Sonnenbrille), jedoch wird es hier inzwischen bereits um 18:30 Uhr dunkel. Ganz schön anstrengend Abends im Camper auf dem Laptop aufzuschreiben was alles passiert ist.

Am 14. verließen wir Sydney und damit leider auch Steffi und Christian. Wir hatten viel Spaß bei euch und vermissen euch und das Bundaberg hier auf unserer Tour.
27.3.08 07:31


Bundanoon

Am 12.03. fuhren wir mit dem Bus weiter Richtung Norden, um meine Verwandten zu besuchen. Ich hatte immer von meiner Oma viel von ihnen gehört, sie aber noch nie kennengelernt.
Barbara und Peter wohnen in einem kleinen Ort Namens Bundanoon auf einem acht Hektar großen Grundstück und bewirtschaften es nach Eigenbedarf auf permaculture Basis. Leider konnten wir nur zwei Nächte bei ihnen bleiben, da unser Zeitplan zu eng gestrickt war.
27.3.08 07:27


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